Social MediaEin erster Schritt

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Reaktionen nach Urteilsspruch vor dem Gericht in Los Angeles.
Reaktionen nach Urteilsspruch vor dem Gericht in Los Angeles. William Liang/FR172065 AP/dpa

Eine Jury in Los Angeles hat entschieden: Meta und Youtube machen süchtig und verursachen psychische Schäden. Das Urteil könnte das Internet nachhaltig verändern.

Von Andrian Kreye

Das Urteil ist so wegweisend wie eindeutig. Die Social-Media-Anwendungen von Meta und Youtube machen süchtig und verursachen psychische Schäden. Das haben die Geschworenen am vergangenen Mittwoch vor dem Los Angeles Superior Court entschieden. Nun müssen die beiden Firmen insgesamt sechs Millionen US-Dollar (5,2 Millionen Euro) Schadenersatz und Strafen an die Klägerin bezahlen, Meta muss davon 70 Prozent tragen, Youtubes Mutterfirma Google 30 Prozent. Die 20-jährige Frau aus Kalifornien ist lediglich als K.G.M. oder Kaley bekannt. Als Teenager nutzte sie täglich stundenlang Social-Media-Apps wie Instagram, Youtube, Snapchat und Tiktok. Snapchat und Tiktok einigten sich mit ihr vor dem Prozess außergerichtlich. Meta und Youtube ließen sich auf das Verfahren ein. Einen Monat lang wurde verhandelt. Meta-Gründer Mark Zuckerberg und Instagram-Chef Adam Mosseri wurden vorgeladen. Die Beratung der Jury dauerte neun Tage.

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