Sein spektakulärer Auftritt in der CNN-Talkshow von Piers Morgan beschäftigt Amerika schon seit Montag. Doch Alex Jones, Radiomoderator und Waffennarr mit einem Faible für Weltverschwörungstheorien, reicht der Wirbel offenbar nicht aus. Nach der Sendung hat er noch einmal nachgelegt.
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In seinem New Yorker Hotelzimmer zeichnete Jones ein ziemlich krudes Video auf und lud es in seinen Youtube-Kanal. "Alex Jones hier aus New York City", beginnt der 38-Jährige mit rauer Stimme den knapp dreizehnminütigen Vortrag. Zunächst beschreibt er die Stimmung nach der Piers-Morgan-Show. Er spricht von schreienden Produzenten, einem wütenden Moderator und davon, dass ihn Securitymitarbeiter aus dem Studio getrieben hätten.
Dann wirft er dem New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg vor, ihn zu "stalken". Er spricht von einer "Undercover-Aktion", von bewaffneten Polizisten, die ihn verfolgt hätten. Er habe "pure Gewalt in ihren Augen" gesehen. "Wenn uns irgendetwas passieren oder wenn wir von Idioten umgebracht werden sollten, dann war das die NYPD oder von Bloomberg angeheuerte Mafiosi."
Am nächsten Morgen werde er zurück nach Austin, Texas, fahren, sagt Alex Jones am Ende seines Videos, das innerhalb eines Tages fast 280.000 Mal aufgerufen wurde. "Betet für uns, Ladies and Gentlemen. Das könnte das letzte Video sein, das wir aufgenommen haben."
Er ist dann doch wieder heil nach Austin zurückgekehrt. Zumindest stand Alex Jones dort für eine weitere Folge seiner Radioshow am Mikrofon. Und legte noch einmal gegen CNN und Piers Morgan nach. Das Headquarter von CNN in New York sehe aus wie "Hitlers Bunker" und ohnehin sei der Sender im Verfall begriffen.
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Am Montagabend hatte sich Alex Jones noch in einem hitzigen und spektakulären Gespräch mit CNN-Talkmaster Piers Morgan gestritten. Es sollte um den Waffenwahn der Amerikaner gehen. Morgan, gebürtiger Brite und Chefredakteur des einstigen Murduch-Revolverblatts News of the World, hatte zuvor den US-Waffenlobbyisten Larry Pratt in einem Interview einen "unvorstellbar dummen Mann" genannt.
Prompt formierten sich die Waffenbefürworter: Bis heute haben mehr als 100.000 Unterstützer eine Anti-Morgan-Petition unterschrieben, die eine Abschiebung des Moderators verlangt. Initiator dieser Petition war Alex Jones.