Unesco 1110 tote Journalistinnen und Journalisten

Wegen ihrer Arbeit getötet: Die UN-Kulturorganisation legt eine erschreckende Bilanz vor, laut der 2017 erstmals mehr Journalisten in Ländern ohne bewaffnete Konflikte als in Krisengebieten umgebracht worden sind.

Zwischen 2006 und Ende 2017 sind weltweit fast 1110 Journalistinnen und Journalisten wegen ihrer Arbeit getötet worden, nur jede zehnte Tat wurde aufgeklärt. Das teilte die UN-Kulturorganisation Unesco am Montag mit. 2018 starben demnach bereits 86 Journalisten. Erstmals seien 2017 mehr Journalisten in Ländern ohne bewaffnete Konflikte als in Krisengebieten getötet worden. Mexiko und Afghanistan seien 2017 am gefährlichsten gewesen. Nur mit einer Presse, die nicht bedroht werde, könne eine reflektierte Meinungsbildung gelingen, sagte die Präsidentin der deutschen Kommission, Maria Böhmer.