Wenn es in Hamburg an der Ericusspitze knallt, dann muss das „Sturmgeschütz der Demokratie“ nicht einmal die Flak angeschmissen haben. Es sind Korken, die in diesem ansonsten ja recht trostlosen Haus taurusartig über Konferenztischkekse schießen. Was ist den Blattmachern des Spiegel da bloß für ein Coup gelungen! Ulrich Siegmund, der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, auf dem Titelblatt des Magazins. Fahndungsfotoartig abgebildet. In roter Schrift darunter: „Der gefährlichste Mann Deutschlands“.
DebatteDas ballert
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Jetzt auch mit Autogramm: Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, mit seiner derzeit wirkmächtigsten Werbebroschüre.
Peter Gercke/dpaDer „Spiegel“ macht Ulrich Siegmund mit dem Trick attraktiv, mit dem Gangster-Rapper ihre Alben bewerben, „Bild am Sonntag“ zeigt den AfD-Kandidaten als feschen Burschen, und der Podcaster Ben Berndt stellt nur Fragen: Protokoll eines medialen Scheiterns.
Gastbeitrag von Micky Beisenherz
