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ZDF-Journalist:Ulrich Kienzle ist tot

TV-Journalist Ulrich Kienzle gestorben

TV-Journalist Ulrich Kienzle (in der Talkshow Menschen bei Maischberger im November 2015).

(Foto: Horst Galuschka/dpa)

Der Journalist, Nahost-Kenner und frühere Leiter des ZDF-Hauptstadtstudios ist am Donnerstag im Alter von 83 Jahren gestorben.

Der TV-Journalist und Nahost-Experte Ulrich Kienzle ist am Donnerstag in Wiesbaden im Alter von 83 Jahren gestorben. Das teilte das ZDF am Morgen mit. Bekannt wurde Kienzle vor allem als Moderator des ZDF-Politikmagazins Frontal, in dem er sich regelmäßig Wortduelle mit seinem Co-Moderator Bodo Hauser lieferte.

Kienzle, der unter anderem die Hauptredaktion Außenpolitik des ZDF leitete, war ein Kenner des Nahen Ostens. Sein Interview mit Saddam Hussein im Jahr 1990 wurde zu einem zeitgeschichtlichen Dokument.

ZDF-Chefredakteur Peter Frey würdigt den Verstorbenen: "Ulrich Kienzle war ein Top-Journalist. Er hat die Welt vor Ort in Augenschein genommen, um die Konflikte wirklich zu verstehen, über die er dann berichtet hat. Mit seiner Lust, Kante zu zeigen und mit seinem verschmitzten Humor hat er an der Seite von Bodo Hauser ZDF- und Fernsehgeschichte geschrieben."

Ulrich Kienzle, geboren 1936 in Neckargröningen im Kreis Ludwigsburg, begann seine Karriere in den Sechzigerjahren beim Süddeutschen Rundfunk, berichtete als ARD-Korrespondent aus verschiedenen arabischen Ländern und wechselte 1990 zum ZDF. Dort moderierte er zunächst als Leiter der Hauptredaktion Außenpolitik das Auslandsjournal, bevor er in den Jahren 1993 bis 2000 Frontal und später auch die Sendung Hauser & Kienzle und die Meinungsmacher präsentierte.

© SZ.de/khil/cag

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