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RTL:Uli Hoeneß wird TV-Experte

Uli Hoeneß

Hatte wieder etwas zu sagen: Uli Hoeneß (Archivbild).

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

In völlig neuer Rolle wird der 69-Jährige die WM-Qualifikationsspiele der deutschen Fußball-Nationalmannschaft analysieren.

Von Jonas Beckenkamp

Uli Hoeneß hätte es sich gemütlich machen können draußen am Tegernsee, aber da ist ihm der Fußball offenbar doch zu weit weg. Seit seinem Ausscheiden aus dem Präsidentenamt beim FC Bayern im November 2019 war er in den Hintergrund getreten - aber ganz weg, das ist für ihn keine Option. Jetzt macht er sich auf den Weg zurück in die deutschen Wohnzimmer. Etwas überraschend wird der 69-Jährige neuer Experte bei Länderspiel-Übertragungen des Senders RTL.

Hoeneß, Ehrenpräsident seines FC Bayern, beobachtet und kommentiert künftig die WM-Qualifikationsspiele der DFB-Elf - und man darf davon ausgehen, dass dort im Fernsehen auch öfter wieder der Bauchmensch Hoeneß zu sehen ist. "Wer mich kennt, weiß, dass ich jede Aufgabe, die ich annehme, immer mit 100 Prozent ausfülle, und das verspreche ich auch in diesem Fall den Fans und Zuschauern", lässt er sich zitieren. Schon bei der Partie in Duisburg gegen Island (25. März) findet sein Debüt als Cheferklärer statt. Es folgen Auftritte bei den DFB-Spielen in Rumänien (28. März) und gegen Nordmazedonien (31. März), bei denen er aus dem Studio in Köln seine Einschätzungen abgeben wird.

Hoeneß fungiert damit in ungewohnter Rolle, denn sonst befand er sich ja meist auf der Seite der Analysierten und verteidigte sein Lebenswerk FC Bayern wortgewaltig - egal ob im TV oder am Telefon im Doppelpass auf Sport 1. Er spricht von einer "interessanten Aufgabe, die ja auch für mich etwas ganz Neues ist. Ich bin gespannt auf diese drei Spiele". Und natürlich geht auch sein neuer Auftraggeber mit Hoffnungen in die Länderspiel-Partnerschaft. RTL-Geschäftsführer Jörg Graf wünscht sich "spannende Analysen und fundierte Expertengespräche" von seinem prominenten Quotenbringer. Der wird freilich nicht alleine vor der Kamera auftreten, sondern gemeinsam mit Moderator Florian König, den viele noch von Übertragungen der Formel 1 kennen.

© SZ
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