Für den honorigen Posten als Herausgeber von Welt und Politico Deutschland, den er im vergangenen Jahr nach acht Jahren als Chefredakteur der Welt antrat, schien Ulf Poschardt vom ersten Tag nicht die ideale Besetzung zu sein. Vorsichtig formuliert. Bei einem so leidenschaftlichen (manche sagen auch: manischen) Journalisten, Zeitbeobachter, Kommentator und Blattmacher wie ihm erschien es eher wie eine Entmachtung. Wer aber gehofft hatte, dass es dann auch erst mal gut sei mit dem nervigen Mann, der hatte sich arg getäuscht. Es ging erst so richtig los.
Medien„Ich bin die Ricarda Lang des Journalismus“
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Ulf Poschardt tritt als „Welt“-Herausgeber zurück, wird nun „freiester Mitarbeiter“ des Axel-Springer-Verlags – und steigt mit Ausrüstung für nur 438 Euro in den „Instagram-Schützengraben“.
Von Jens Christian Rabe
