Ranking der Pressefreiheit:Als gäbe es kein Kriegsrecht

Ranking der Pressefreiheit: Rette sich, wer kann: Bewohner und Journalisten bei der Flucht aus Irpin 2022. Im vergangenen Jahr starben in der Ukraine mindestens zwölf Pressemitarbeiter.

Rette sich, wer kann: Bewohner und Journalisten bei der Flucht aus Irpin 2022. Im vergangenen Jahr starben in der Ukraine mindestens zwölf Pressemitarbeiter.

(Foto: Carlos Barria/Reuters)

Deutschland stürzt ab. Russland ist da, wo es immer ist: sehr weit hinten. Und die Ukraine erlebt einen erstaunlichen Aufstieg. Wie kommt das Ranking der Pressefreiheit zustande?

Von Sonja Zekri

Russland ist wieder mal abgesackt im jüngsten Ranking der Pressefreiheit, um neun Punkte auf Platz 164, was jetzt nicht so überraschend ist. Marina Owsjannikowa, ehemalige Mitarbeiterin russischer Staatsmedien, aber seit einem spektakulären Anti-Kriegsauftritt vor laufender Kamera entschiedene Kritikerin des Ukraine-Feldzuges, bilanzierte neulich in ihrem Telegram-Kanal, dass 37 Journalisten in Russland getötet wurden, seit Putin an die Macht gekommen ist. 19 säßen im Gefängnis, 200 Medienunternehmen seien zu "ausländischen Agenten" erklärt worden, sieben sogar zu "unerwünschten Organisationen", 10 000 Seiten seien blockiert.

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