Medien im Ukraine-Krieg:Live aus dem Parkhaus

Medien im Ukraine-Krieg: Senden aus relativer Sicherheit: Wegen anhaltendem Luftalarm verlegte der Sender "Ukraina 24" seine Kameras in die Tiefgarage.

Senden aus relativer Sicherheit: Wegen anhaltendem Luftalarm verlegte der Sender "Ukraina 24" seine Kameras in die Tiefgarage.

(Foto: Screenshot Ukraine24)

Wie ein ukrainischer Sender den Betrieb trotz ständigen Alarms am Laufen hält.

Mantel und Daunenjacke statt Blazer und Anzug, Betonpfeiler und Autos im Hintergrund anstelle eines modernen Studios mit schickem Sprechtisch: Die Bildgestaltung des Nachrichtensenders "Ukraina 24" wirkte am Wochenende teilweise wie ein Kommentar auf den Ausnahmezustand, in dem die Ukraine seit Beginn der russischen Angriffe steckt. Weil in der Hauptstadt Kiew mehrfach Luftalarm ausgelöst wurde, flohen die Mitarbeiter des Senders in die sich unter der Zentrale befindliche Tiefgarage mit ihren dicken Betondecken.

Zur Stärkung gab es ab und zu einen Pappbecher mit Wasser

Den Sendebetrieb verlegte der Kanal am Samstagabend dann zunächst ganz unter die Erde. Ein Beistelltisch und zwei Tablets mit dem ukrainischen Wappen auf der Rückseite mussten dem Moderatorenduo Elena Morozova und Vadim Kolodiychuk als Studioausstattung reichen. Aus der Garage berichteten die beiden dann über die Angriffe auf Kiew, zur Stärkung wurden der Sprecherin und dem Sprecher ab und zu ein Pappbecher mit Wasser gereicht, manchmal rollte im Hintergrund ein Auto durchs Bild.

Um die Berichterstattung auch in den kommenden Tagen aufrechterhalten zu können, wollten die vier größten Nachrichtensender der Ukraine einen gemeinsamen Service aufbauen.

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