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Übertragung der Fußball-Bundesliga:Sky behält TV-Rechte

Der deutsche Bezahlsender Sky sendet auch bis 2017 alle Spiele der Fußball-Bundesliga live. Auch die "Sportschau" bleibt den Zuschauern erhalten. Wie die Deutsche Fußball Liga mitteilt, habe man sich bei der Vergabe der Übertragungsrechte für das "Klassik-Modell" entschieden. Die Deutsche Telekom geht in dem Bieterwettstreit leer aus.

Die Live-Spiele der Fußball-Bundesliga werden ab der Saison 2013/14 für vier weitere Jahre beim Pay-TV-Sender Sky zu sehen sein. Dies teilte der Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga (DFL), Christian Seifert, nach der Vollversammlung der 36 Profiklubs der ersten und zweiten Bundesliga in Frankfurt mit.

Bericht: Sky bekommt Pay-TV-Rechte

Nach monatelangem Bieterwettbewerb konnte sich Sky gegenüber der Telekom bei den Übertragungsrechten der Bundesliga durchsetzen.

(Foto: dapd)

Die DFL entschied sich für das sogenannte Klassik-Szenario, mit einer frühen Zusammenfassung der Samstagsspiele im Free-TV, erläuterte Ligapräsident Reinhard Rauball. Neu ist, dass Sky sein komplettes Bundesliga-Programm auch auf allen Internet-Wegen verbreiten darf.

In der Sportschau wird die ARD weiterhin als Erste die Zusammenfassungen der Spiele am Samstag und am Sonntag im frei empfangbaren Fernsehen senden. Auch das ZDF-Sportstudio bleibt den Zuschauern erhalten.

Sky-Aktie legt um mehr als 20 Prozent zu

Anders als erwartet, ging die Deutsche Telekom bei den Rechten für das Internetfernsehen IPTV leer aus. Das Unternehmen hatte auch um die Fernsehrechte mitgeboten. Künftig wird die Axel Springer AG eine Stunde nach Spielschluss sogenannte Web/Mobile-Clips im Internet und auf mobilen Endgeräten zeigen.

Für den TV-Zuschauer bleibt damit alles beim Alten, der Wert der Übertragungsrechte wurde durch das Mitbieten der Telekom jedoch erneut in die Höhe getrieben. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung hatte das Gebot von Sky bei bis zu 360 Millionen Euro pro Saison gelegen, 70 Millionen mehr als bisher. Die Fußball-Rechte sicherten Sky bislang den Kundenstamm und damit die Existenz. Bislang kassierten die 36 deutschen Profiklubs 412 Millionen Euro pro Saison; für die kommenden vier Spielzeiten werden der Deutsche Fußball Liga (DFL) zufolge insgesamt 2,511 Milliarden Euro generiert, durchschnittlich 628 Millionen Euro pro Jahr - ein Plus von 50 Prozent. Hinzu kommen noch 72 Millionen Euro aus der Auslandsvermarktung.

Anleger feierten bereits am Dienstagmorgen die wichtige Vorentscheidung für den Sender, der zum Imperium des Medienzaren Rupert Murdoch gehört, mit satten Kursgewinnen. Noch vor der offiziellen Bekanntgabe der Entscheidung hatte die Sky-Aktie um knapp 22 Prozent zugelegt.