Am Neujahrstag um 8.57 Uhr war die Welt in Köln noch in Ordnung. Da zog die Kölner Polizei per Pressemitteilung eine Bilanz der Silvesternacht, die Überschrift: "Ausgelassene Stimmung, Feiern weitgehend friedlich". Gut, es gab 80 Körperverletzungen, und 73-mal waren Feiernde zu laut. Und da war noch die Sache am Bahnhofsvorplatz: "Um eine Massenpanik durch Zünden von pyrotechnischer Munition bei den circa 1000 Feiernden zu verhindern, begannen die Beamten kurzfristig die Platzfläche zu räumen", hieß es weiter. Doch kein Grund zur Sorge: "Trotz der ungeplanten Feierpause gestaltete sich die Einsatzlage entspannt - auch weil die Polizei sich an neuralgischen Orten gut aufgestellt und präsent zeigte."
Übergriffe an Silvester:Warum die Medien so spät über Köln berichteten
Warum die Medien so spät über Köln berichteten.
(Foto: SZ)Tagelang ließ die Kölner Polizei offen, wie viele Frauen am Hauptbahnhof angegriffen wurden. Erst eine Pressekonferenz offenbarte das ganze Ausmaß - und erregte dann bundesweite Empörung.
Von Jan Bielicki
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Hauptbahnhof Stuttgart
Überirdisch schön
Haarausfall
Die Angst vor der Glatze
Geldanlage
Das sind die besten Dividenden-Aktien im Dax
Beziehung
30 Ideen, wie die Liebe besser wird
Familie
Wenn nichts mehr hilft