Spielfilmtipps zum WochenendeFalsche Freunde, echte Feinde

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Nackte Haut in alten Gemäuern: Jacob Elordi als Adelsspross Felix Catton auf dem Landsitz seiner Film-Familie.
Nackte Haut in alten Gemäuern: Jacob Elordi als Adelsspross Felix Catton auf dem Landsitz seiner Film-Familie.
Imago/MRC Film

„Saltburn“, „Lethal Weapon 2“, „Die Firma“ und „Pitch Perfect“: sehenswerte Filme im TV-Programm des Wochenendes.

Von Florian Kaindl

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Saltburn

Thriller, ZDF, Nacht zu Montag, 0.40 Uhr

Eine makabre Aufsteigergeschichte, wie es sie im Kino häufiger gegeben hat, im „Talentierten Mr. Ripley“ etwa oder in Woody Allens „Match Point“. Nur ist der Klassenkampf bei der Regisseurin Emerald Fennell noch plakativer und kompromissloser. Da darf sich die Hauptfigur selbst wie ein Schwein aufführen. Hauptsache, es geht gegen die gewissenlose Oberschicht. In Fennells Film von 2023 spielt Barry Keoghan den Studenten Oliver, der sich seiner durchschnittlichen Herkunft schämt und sich mit dem reichen Felix (Jacob Elordi) anfreundet. Seine Schleimerei bringt ihn auf den Landsitz von dessen Familie, wo ein argloses Mitglied nach dem anderen seinen Intrigen zum Opfer fällt. Den Aufstieg des Geltungssüchtigen untermalt Fennell mit zeitgenössischer Popmusik. Besonders prominent: „Murder on the Dancefloor“ von Sophie Ellis-Bextor.

Lethal Weapon 2 – Brennpunkt L. A.

Action, Vox, Samstag, 22.30 Uhr

In der Regel ist die Fortsetzung schlechter als das Original. Im Fall des zweiten Teils der „Lethal Weapon“-Filmreihe stimmt das ausnahmsweise nicht. Der Film, 1989 wieder von Richard Donner gedreht, knüpft nahtlos an das Erfolgsrezept der Story um die L.A. Cops Riggs (Mel Gibson) und Murtaugh (Danny Glover) an. Er ist daher ebenso Buddy Movie wie mustergültiges Actionkino. Riggs und Murtaugh bekommen es diesmal mit Diplomaten aus Südafrika zu tun, die ihren Status zum Drogenhandel missbrauchen. Obendrein sind die Gangster hemmungslose Rassisten, was auch ein Schlaglicht auf die damals noch im Land herrschende Apartheid wirft. Die Chemie zwischen den schlagfertigen Cops hat Donner um eine Zutat ergänzt: Joe Pesci in der Rolle des Informanten Leo, der sie mit seinem Gequassel hinreißend nervt.

Die Firma

Thriller, Arte, Sonntag, 20.15 Uhr

In den Neunzigern wurde so gut wie jedes Buch von John Grisham verfilmt. Der Autor, selbst ursprünglich Anwalt, lieferte hochklassige Justizthriller, und Hollywood adaptierte sie serienmäßig. Regie und Besetzung waren dabei immer handverlesen. Den Roman „Die Firma“ inszenierte 1993 Sydney Pollack. Tom Cruise spielt darin den jungen Harvard-Absolventen Mitch, der in einer renommierten Kanzlei Fuß fassen will. Der Neuling, von Cruise mit naiver Energie verkörpert, lernt in diesem Kontext schnell die doppelte Bedeutung des Worts „Firma“ kennen: Es heißt, dass die Mafia in dem Laden das Sagen hat. Das FBI rekrutiert Mitch, um die entsprechenden Beweise zu beschaffen. Bald kämpft er als Einzelner gegen ein korruptes System. Mitchs Vorgesetzter ist der 2025 gestorbene Gene Hackman, zu Lebzeiten ein Experte für zwielichtige Charaktere.

Pitch Perfect

Komödie, Sixx, Sonntag, 20.15 Uhr

Im Grunde erzählt Jason Moore in seinem Film von 2012 eine Liebesgeschichte: Beca (Anna Kendrick) sieht ihr Studium am College als reines Sprungbrett für eine Karriere als Musikproduzentin. Sie meldet sich eher zum Zeitvertreib in der weiblichen A-cappella-Gruppe der „Barden Bellas“ an. Parallel dazu singt Jesse (Skylar Astin) bei den männlichen „Treblemakers“. Er und Beca finden über die Hingabe zur Musik Interesse aneinander, doch natürlich stehen sie auch in Konkurrenz zueinander: Beide wollen mit ihrer jeweiligen Combo die nationale Meisterschaft gewinnen. In den folgenden Songcontests steckt das spezifisch amerikanische Talent, jeden noch so abseitigen Wettbewerb mit einem heiligen Ernst aufzuladen. Aber gerade deshalb macht es auch großen Spaß, den „Barden Bellas“ und den „Treblemakers“ beim Performen zuzuschauen.

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