TV-Tipps zum Wochenende:Alles auf eine Karte

Lesezeit: 2 min

Le Mans 66 - Gegen jede Chance

Geht doch: Der Rennwagen-Konstrukteur Shelby (Matt Damon, l.) und der Rennfahrer Miles (Christian Bale) besiegen Ferrari.

(Foto: Merrick Morton/wentieth Century Fox Film)

Schneller, härter, irrwitziger: In den spannendsten Filmen des Fernsehwochenende gehört den Waghalsigen die Bühne.

Von Stefan Fischer

Le Mans 66 - Gegen jede Chance

Biopic, Pro Sieben, Sonntag, 20.15 Uhr

Ein Autorennen, aber auch viel mehr als das - ein Wirtschaftskrieg nämlich und so etwas wie ein Boxkampf zweier Männer, auch wenn die Fäuste nicht wirklich fliegen. Der Regisseur James Mangold lässt Henry Ford II, den Enkel des Firmengründers, und Enzo Ferrari an der Rennstrecke in Le Mans aufeinandertreffen, eine historische Inkorrektheit. Aber was sich dort 1966 zugetragen hat, ist auch das persönliche Duell dieser beiden Männer gewesen. Lange Jahre hatten die italienischen Autobauer das 24-Stunden-Rennen dominiert. Die Amerikaner, die bei Ferrari gerne auch eingestiegen wären ins Unternehmen, wollen endlich selbst über einen konkurrenzfähigen Rennwagen verfügen. Carroll Shelby (Matt Damon) baut ihn schließlich, Ken Miles (Christian Bale) fährt ihn - Schnitt und Tonschnitt des Films wurden mit Oscars belohnt.

Der schwarze Engel

Thriller, Tele 5, Samstag, 22.15 Uhr

Für seine Eltern ist der Teenager Carlo nach wie vor ihr kleiner Carlito. Aufgrund der sanften Gesichtszüge und der Lockenfrisur mag die Koseform auch objektiv naheliegend sein. Doch Carlo ist längst kein süßer Junge mehr; Gelangweilt vom bürgerlichen Leben seiner Eltern in Buenos Aires begeht er Einbrüche, aus einer perversen Lust heraus. Angestachelt auch durch einen Freund aus dem kriminellen Milieu, wird Carlo immer professioneller und brutaler. Eines Tages begeht er seinen ersten Mord - bei dem es nicht bleibt. Luis Ortega hat die reale Geschichte des in Argentinien legendären Serienmörders Carlos Robledo Puch zum Vorbild seines Films genommen, der sich ästhetisch beeindruckend mit der Faszination des Grauens befasst und recht erfolgreich dabei ist, ihr nicht selbst zu verfallen.

Blues Brothers

Musikkomödie, Arte, Sonntag, 20.15 Uhr

Mit einem ehrlichen Lebenswandel ist es nicht besonders weit her bei Jake Blues (James Belushi) - er ist soeben aus dem Gefängnis entlassen worden. Gemeinsam mit seinem Bruder (Dan Aykroyd) besucht er das Waisenhaus, in dem die beiden aufgewachsen sind, und erfahren von der existenzbedrohenden Finanznot der kirchlichen Einrichtung. Sie versprechen Hilfe, die Mutter Oberin beharrt jedoch darauf, dass die beiden das Geld legal beschaffen müssen. Das macht die Sache für die beiden Jungs schwieriger. Es bleibt ihnen nichts anderes übrig, als auf einem irrwitzigen Roadtrip die Mitglieder ihrer früheren Band noch einmal zusammenzutrommeln - das und auch ein Konzert der Band verursachen gewaltiges Chaos, bald sind nicht nur Polizei und Feuerwehr alarmiert, sondern sogar die Nationalgarde.

Sicario

Thriller, Pro Sieben, Samstag, 22.40 Uhr

An der amerikanisch-mexikanischen Grenze herrscht Krieg. Die Drogenkartelle aus dem Süden bedienen die Nachfrage im Norden, und sie sind dabei extrem skrupellos. Darin stehen ihnen die US-Einheiten, von denen sie bekämpft werden, jedoch in nichts nach. Darum kreist der Film des Regisseurs Denis Villeneuve: Wie die Jagd auf Monster die Jäger selbst zu Monstern macht. Emily Blunt spielt eine FBI-Agentin, die gemeinsam mit zwei Kerlen - Josh Brolin, Benicio Del Toro - hinter die feindlichen Linien dringt und in der Grenzstadt El Paso Operationen durchführt. Dabei orientieren sich die älteren Haudegen an eigenen Gesetzen, die alles andere als konform gehen mit dem, was juristisch und moralisch richtig ist. Wie hoch, fragt Villeneuve, darf der Preis für die USA sein für einen Erfolg in diesem Krieg?

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