Traffic – Macht des Kartells
Drama, Tele 5, Sonntag, 22.50 Uhr
Wie hoch Donald Trump die Mauer an der Grenze zu Mexiko auch bauen lässt: Den Drogenschmuggel wird sie nicht eindämmen. Wer das nicht glauben mag, dem werden angesichts von Steven Soderberghs grandiosem Film vermutlich die Gegenargumente ausgehen. Er zeigt, dass der Krieg gegen die Drogen zwar unbedingt geführt werden muss, aber definitiv nicht zu gewinnen ist. Und die Entwicklung an dieser Front während des Vierteljahrhunderts, seit „Traffic“ in die Kinos gekommen ist, gibt ihm recht. Drei Geschichten verwebt Soderbergh: die des Chefs der US-Antidrogenbehörde (Michael Douglas), der nicht einmal die eigene Familie schützen kann, eine zweite eines mexikanischen Polizisten (Benicio Del Toro), dessen Erfolge an seiner Erfolglosigkeit nichts ändern, und schließlich die einer Mafia-Braut (Catherine Zeta-Jones), für die es kein Zurück gibt.
Planet der Affen – Revolution
Science Fiction, RTL 2, Sonntag, 20.15 Uhr
Einige wenige Jahre nur hat die Menschheit gebraucht, um sich nahezu vollständig selbst auszurotten – mittels einer fatalen Panne bei dem Versuch, ein heilsames Retrovirus zu erschaffen. Eine Mutation davon hat eine äußerst tödliche Wirkung bei Menschen. Ein paar Dutzend resistente Überlebende hausen seither in einer Stadtruine, die einmal San Francisco war. Ihre Nachbarn: Schimpansen, die durch das Medikament, mit dem Tierversuche an ihnen unternommen worden sind, intelligenter geworden sind. Sie sind mächtiger als die Menschen. Aber das hindert diese nicht daran, ihre alten Verhaltensmuster weiter zu pflegen: sich als Herrenrasse aufzuführen und sich zu nehmen, was immer sie begehren. Und so sind die Menschen und die Affen bald in einen fatalen Krieg verstrickt, weil die Falken auf beiden Seiten die Oberhand gewinnen.
Verdammt in alle Ewigkeit
Militärdrama, 3sat, Samstag, 22.10 Uhr
Der Sommer 1941 auf Hawaii, es sind die Monate vor dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor. Die für die USA traumatischen Erinnerungen an diese fatale und demütigende militärische Attacke sind noch ziemlich frisch, als der Regisseur Fred Zinnemann 1953 auf der Kinoleinwand eine Geschichte erzählt, wie sich US-Soldaten, ehe sie in den Zweiten Weltkrieg hineingezogen worden sind, in ihrer Garnison das Leben bereits selbst untereinander zur Hölle gemacht haben. Es kommt zu üblen, sogar tödlichen Schlägereien und Messerstechereien. Mittendrin Burt Lancaster, in der Rolle eines Sergeanten, der Anstand und Haltung bewahrt. Tags darauf ist Lancaster noch einmal zu sehen, in John Hustons Western „Denen man nicht vergibt“. Auch da in der Rolle einer Figur, der das gesamte Umfeld um die Ohren fliegt (Arte, Sonntag, 20.15 Uhr).
Spy Game – Der finale Countdown
Thriller, ZDF Neo, Samstag, 20.15 Uhr
Wir sind im Jahr 1991: Der Agent Nathan Muir (Robert Redford) ist ein Übriggebliebener des Kalten Kriegs, es ist sein letzter Tag bei der CIA. Eine letzte Operation noch, ein Wettlauf gegen die Zeit, jedoch gegen den Willen seiner Vorgesetzten, die bereit sind, einen ihrer Männer zu opfern, um das Gesicht der USA zu wahren. Doch Muir beherrscht nicht nur die alten Geheimdienstmethoden, vor allem das Bluffen, sondern auch die neuen, computerbasierten. Und so gibt es doch noch eine Chance für den todgeweihten Bishop (Brad Pitt) – einen Kollegen, den Muir nicht hängen lassen will und den er aus dem Todestrakt eines chinesischen Gefängnisses holen lassen möchte. Daran, dass Bishop dort gelandet ist, trägt Muir in diesem cleveren Thriller von Regisseur Tony Scott übrigens eine nicht eben geringe Mitschuld.

