TV-Kritik: KindersendungenTierisch gut

Weihnachten kann etwas anstrengend sein. Da tut eine kleine Pause gut. Während die Erwachsenen ermattet aufs Sofa sinken, dürfen die Kleinen in Ruhe eine Kindersendung sehen - aber welche? Eine Auswahl mit Kurzkritik.

TV-Kritik: Kindersendungen – Shaun das Schaf

(ab 6 Jahren, 52-teilige britische Stop-Motion-Animationsserie 2004-2009)

Worum geht es?

Um Schafe, die sich wie Menschen benehmen, wenn der Farmer gerade nicht hinschaut. Und um ein besonders schlaues Schaf, das die besten Ideen auf dem Hof hat, die es allerdings regelmäßig in die Bredouille bringen. Und um Schafe, die die Scheune im Saturday Night Fever erbeben lassen und den gemeinen Schweinen die Äpfel aus dem Trog stehlen - alles ohne Worte.

Einschalten, weil ...

... die Sendung ausgezeichnet unterhält, und das ist wörtlich zu nehmen: Shaun das Schaf wurde unter anderem 2008 und 2010 mit dem Emmy Award prämiert, produziert wird die Serie in den Aardman Studios in Großbritannien, die schon für die Ursprungssendung Wallace & Gromit mit Preisen überhäuft wurden. Das erste Mal sah man Shaun übrigens 1995 im Oscar-prämierten Kurzfilm Wallace & Gromit: A Closer Shave.

Ausschalten, weil ...

... die Folge aus ist. Sonst gibt es dafür keinen Grund.

Womit Sie rechnen müssen ...

Es könnte sein, dass Sie sich bei den skurrilen Slapstick-Einlagen selbst köstlich amüsieren, zahlreiche Anspielungen sind sowieso für die Großen gedacht, etwa wenn sich das dicke Schaf Shirley in "Abspecken mit Shaun" wie der Boxer Rocky durchs Training quält.

Bild: WDR/Aardman Animations Ltd. 25. Dezember 2010, 09:422010-12-25 09:42:07 © sueddeutsche.de/berr/boen