TV-Kritik: Eurovision Song Contest - das Finale "You are so funny"

Bei der Punktevergabe erlebt man ein Phänomen, das man mit der Wiedereinführung der Jurys endgültig in die Gruft verbannt haben wollte: die Douze-Point-Geschenke an den lieben Nachbarn. Bosnien-Herzegowina freut sich über eine 12 aus Mazedonien, Spanien über die 12 aus Frankreich, Moldau bekommt die 12 aus Rumänien und auch Deutschland vergibt seine Höchstpunktzahl ins Nachbarland Österreich.

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Die meisten Lieder schafften es nur über eine Grenze und Vorjahresgewinnerin Lena sollte sich daher über ihren zehnten Platz nicht all zu sehr grämen. Ihre Konkurrenten erlitten in ähnliches Schicksal, sie fanden sich im Mittelfeld wieder - seien es die hyperaktiven Flummis und als Favoriten gehandelten Zwillinge Jedward aus Irland oder Großbritanniens gealterte Boyband namens Blue. Der Eurovision Song Contest 2011 bot Pop-Einheitsbrühe, der aber ganz lecker schmeckte.

Das Maggi darin war dann - trotz erheblicher Anlaufschwierigkeiten in den Halbfinal-Übertragungen - das Moderatorentrio Stefan Raab, Anke Engelke und Judith Rakers. Ihre Headbanger-Variationen von Lenas Vorjahressong "Satellite" und der Eurovisionshymne rangen dem russischen Punktevergeber und ehemaligen ESC-Gewinner Dima Bilan ein "You are so funny" ab.

Man war sich also wieder einmal einig. Sogar in Sachen Humor.

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