TürkeiDie Playlist, bei der Erdoğan nicht auf „Gefällt mir“ drückt

Lesezeit: 4 Min.

Menschen protestieren in Istanbul gegen das Satiremagazin „LeMan“, weil eine Figur in einer Zeichnung den Namen Mohammed getragen hat.
Menschen protestieren in Istanbul gegen das Satiremagazin „LeMan“, weil eine Figur in einer Zeichnung den Namen Mohammed getragen hat.
OZAN KOSE/AFP

In einem freien Land leben sie schon lange nicht mehr, aber jetzt erleben die Türkinnen und Türken eine neue Dimension: Präsident Erdoğan will sie offenbar auf die lupenreine Autokratie einstimmen. Gerade traf es ein Satiremagazin, ein paar Tage später Spotify – und immer wieder Journalisten.

Von Raphael Geiger, Istanbul

SZ bei Google bevorzugen

Recep Tayyip Erdoğan ist niemand, der morgens erst mal ein paar Spotify-Playlists checkt. Wäre es so, hätte er es der Öffentlichkeit bisher verschwiegen. Nehmen wir also an, der türkische Präsident gehört nicht zu den zwölf Millionen Türkinnen und Türken, die den Streamingdienst nutzen. Dabei wäre auch für ihn was dabei, die Listen zum Beispiel, die seine Anhänger dort mit Erdoğans Wahlkampfhymnen angelegt haben.

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