Wer von Tschernobyl redet, kann zu der Geisterstadt Prypjat nicht schweigen. Wie ein schockgefrorener Spielplatz erinnert sie an den 26. April 1986. Als um halb zwei Uhr nachts Block 4 des Atomkraftwerks explodiert, bereitet sich der Nachbarort schon auf den 1. Mai vor – im real existierenden Sozialismus ein Feiertag wie Weihnacht, Karneval, Ostern zusammen. 1986 fällt er dort aus. Seither steht immer noch das verwitternde Riesenrad von Prypjat im Katastrophengebiet – tausendfach gefilmt, besungen, fotografiert.
Doku über TschernobylVerstrahlte Bilder
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Vor 40 Jahren wurde Tschernobyl zum Begriff für den Super-GAU. Filmemacher Volker Heise erzählt davon einzig und allein mit Originalarchivmaterial. Das hat einen Effekt, der im Fernsehen selten ist.
Von Jan Freitag
