Nun hatte also die New York Times wieder einmal eine Audienz, sorry, einen Termin für ein großes Interview mit Donald Trump im Oval Office, am vergangenen Mittwoch. Zwei Stunden habe das Gespräch netto gedauert, wobei Trump zwischendurch vor den vier (!) NYT-Reportern eine gute Stunde mit dem kolumbianischen Präsidenten Gustavo Petro telefonierte, dessen venezolanischen Kollegen Trump vom US-Militär gerade völkerrechtswidrig in dessen Amtssitz in Caracas hat festnehmen lassen. „Off the record“ natürlich, das Gespräch sei aber, so viel verriet die Times dennoch, „an example of coercive diplomacy in action“, ein Musterbeispiel für Zwangsdiplomatie, wer hätte das gedacht?
Trump-InterviewVier Reporter und ein Präsident
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Die „New York Times“ will Donald Trump nach allen Regeln ihrer Kunst auf den Zahn fühlen. Und apportiert doch nur seinen Mythos. Kann man Populisten wirklich nicht interviewen, ohne ihnen zu helfen?
