Thilo Jahn, der von Ende August an neben Siham El-Maimouni das ARD-Kulturmagazin „ttt – titel, thesen, temperamente“ moderieren wird, wie der MDR mitteilt, hat bislang noch kein Buch veröffentlicht. Verlässlicher kann man nicht sicherstellen, dass einen unter keinen Umständen irgendwann die eigene literarische Vergangenheit aufs Peinlichste einholt und obendrein die berufliche Zukunft verbaut. Genau das ist Thilo Mischke vor mehr als einem Jahr widerfahren. Da hatte ihn die ARD zum neuen Co-Moderator des TV-Kulturmagazins „ttt“ erkoren. Jung (nach öffentlich-rechtlichen Maßstäben) und unkonventionell, sollte er eine neue Dynamik ins Kulturfernsehen bringen. Eine vertiefte kulturelle Kompetenz schien den Verantwortlichen nicht ganz so wichtig. Und dass Mischkes eigene Bücher „In 80 Frauen um die Welt“ und „Die Frau fürs Leben braucht keinen großen Busen“ ein Mindset des Autors offenbaren, das dessen Anstellung als „titel, thesen, temperamente“-Moderator höchst fragwürdig erscheinen lässt, ist den Entscheidern in dieser Sache bekanntermaßen erst hinterher aufgegangen.
KulturfernsehenThilo statt Thilo
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Mit der Idee, Thilo Mischke zum Moderator ihres Kulturmagazins „ttt“ zu machen, ist die ARD krachend gescheitert. Nun bekommt Thilo Jahn den Job. Eine plausible Wahl.
Von Stefan Fischer
