Fast alle Streamingdienste werden vom Genre „True Crime“ durchdrungen. Doch je länger dieser Boom in Podcasts, auf Netflix, oder der fast schon vergessenen Videoplattform Youtube anhält, desto billiger scheinen die Dokus produziert zu werden. Reale Kriminalfälle werden – je spektakulärer, desto größer das Interesse – häufig einfach nacherzählt und mit Interviews von Opfern, Hinterbliebenen oder Zeugen und ein paar historischen Aufnahmen versetzt. Mit diesen Erwartungen bricht „The Perfect Neighbor“, der Dokumentarfilm ist für einen Oscar nominiert und aktuell auf Netflix zu sehen.
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„The Perfect Neighbor“ könnte man auf Netflix zunächst für eine weitere billig produzierte True-Crime-Doku halten. Doch dieser oscarnominierte Film ist so reduziert und klug, dass er seine Betrachter an den eigenen Wertungen zweifeln lässt.
Von Paul Dittmann
