StreamingDas sind die Serien des Monats

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Mit einem allzeit empowernden „Fuck“ auf den Lippen geht es Carmen Berzatto (Jeremy Allen White, li.) und Cousin Richie (Ebon Moss-Bachrach) um mehr als ums Kochen.
Mit einem allzeit empowernden „Fuck“ auf den Lippen geht es Carmen Berzatto (Jeremy Allen White, li.) und Cousin Richie (Ebon Moss-Bachrach) um mehr als ums Kochen. FX

Die finale Staffel von „The Bear“, eine verfluchte Insel und eine spektakuläre Seeschlacht: Die Empfehlungen des Monats.

Von SZ-Autorinnen und Autoren

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The Bear, Finale

Worum geht’s: Die beste Serie der postpandemischen Ära endet mit dieser Staffel. Und diesmal droht das Scheitern des Spitzenrestaurants „The Bear“ eigentlich minütlich – wegen einer Großwetterlage. Aber die Art der Katastrophe, gegen die diese Helden ankochen, ist ja eigentlich nicht so wichtig wie dass sie kämpfen. Mit einem allzeit empowernden „Fuck“ auf den Lippen.

Heimlicher Star: Der unbekannte Anrufer auf dem Handy der Hauptfigur Carmen Berzatto, der bestimmt erklären kann, warum dieses Antidepressivum von einer Show enden muss.

Nicht geeignet für: Menschen, die auf ihren Adrenalinspiegel achten wollen. Marie Schmidt

Acht Episoden, auf Disney Plus.

Widow’s Bay

Ob sie die Insel für Touristen attraktiv machen können? Kate O’Flynn als Patricia (v. li. n. re.), Matthew Rhys als Tom Loftis und Stephen Root als Wyck.
Ob sie die Insel für Touristen attraktiv machen können? Kate O’Flynn als Patricia (v. li. n. re.), Matthew Rhys als Tom Loftis und Stephen Root als Wyck. Apple TV/Alamy Stock Photos / TCD/Prod.DB/mauritius images

Worum geht’s: Eine Insel vor der Küste Neuenglands könnte ein florierendes Ausflugsziel sein, wenn dort nicht ein böser Fluch herrschen würde. Der Bürgermeister hält den jedoch bloß für einen Aberglauben und lockt gegen alle Widerstände Touristen an. Keine gute Idee.

Heimlicher Star: Kate O’Flynn als Patricia, die Assistentin des Bürgermeisters, die permanent unterschätzt und ausgeschlossen wird, aber weiß, wie gefährlich so ein Boogeyman ist.

Nicht geeignet für: : Leute, die Mystery so ernst nehmen, dass man sich nicht darüber lustig machen darf. Stefan Niggemeier

Zehn Episoden, auf Apple TV+.

House of the Dragon, dritte Staffel

Inszeniert wie auf einem Gemälde von William Turner: Abubakar Salim als Alyn von Hull.
Inszeniert wie auf einem Gemälde von William Turner: Abubakar Salim als Alyn von Hull. Warner Bros. Discovery

Worum geht’s: An dieser Stelle muss man sagen: Endlich geht’s überhaupt um etwas. Die spektakulär inszenierte Seeschlacht an der Gurgel ist das bislang Beste, was in der Serie passiert ist. Und wie Rhaenyra Targaryen und Alicent Hightower hinter den Kampfkulissen um den Eisernen Thron ringen, lässt auf eine aufregende dritte Staffel hoffen.

Heimlicher Star: Schlau, mutig und zum Glück inzwischen nicht mehr so arg hitzköpfig: Matt Smith als Daemon Targaryen ist nie langweilig und trotzdem die beste Stütze für seine Nichte/Liebespartnerin/Verbündete Rhaenyra. In „The Crown“ hat Matt Smith sich schließlich schon mal erfolgreich als Gatte einer Queen bewiesen.

Nicht geeignet für: Pazifisten und Schafliebhaber. Carolin Gasteiger

Acht Folgen, auf Sky/Wow und HBO Max.

Prisoner

Für Amber Todd (Izuka Hoyle) und Tibor Stone (Tahar Rahim, Mitte) wird es eng: Declan Dempsey (Laurie Davidson, 2. v. li.) sucht als Söhnchen vom Syndikatsboss sein Ego, wirklich gefährlich aber ist  seine Freundin, die Killerin Nina (Leonie Benesch, li.).
Für Amber Todd (Izuka Hoyle) und Tibor Stone (Tahar Rahim, Mitte) wird es eng: Declan Dempsey (Laurie Davidson, 2. v. li.) sucht als Söhnchen vom Syndikatsboss sein Ego, wirklich gefährlich aber ist  seine Freundin, die Killerin Nina (Leonie Benesch, li.). Sky UK/Sky UK

Worum geht’s: Ein Klassiker: Zwei, die nicht zusammengehören, müssen gemeinsam ums Überleben kämpfen. Die Justizbeamtin und junge Mutter Amber Todd (Izuka Hoyle) ist an den Mörder und Kronzeugen Tibor Stone (Tahar Rahim) gekettet. Gemeinsam fliehen sie vor dem Syndikat, gegen das Stone in London aussagen soll, und vor korrupten Beamten, die sie immer wieder an die Gegenseite verraten. Warum das so toll ist: Heftige Action, und eine junge Frau, die beginnt, nach ihren eigenen Regeln zu kämpfen.

Heimlicher Star: Marie Bunel als Carla, die den Flüchtenden Unterschlupf gibt. Mit grauem Wallehaar und Gemüseküche aus dem eigenen Landgarten ist sie so eine Art Gwyneth Paltrow auf der unheimlichen Seite: Carla hat diesen flackernden Blick, der unmöglich nur von der berühmten Menopause kommen kann.

Nicht geeignet für: Alle, die Frauen für die besseren Menschen halten. Claudia Tieschky

Sechs Folgen, in der ARD-Mediathek.

Alice and Steve

Die Freundschaft von Alice und Steve wird auf eine harte Probe gestellt.
Die Freundschaft von Alice und Steve wird auf eine harte Probe gestellt. Lara Cornell

Worum geht’s: Alice (Nicola Walker) und Steve (Jemaine Clement) sind seit Ewigkeiten dick befreundet. Bis zu jener betrunkenen Nacht, als ihre 26-jährige Tochter mit dem doppelt so alten Hairstylisten ins Bett geht. Während das ungleiche Paar um seine Beziehung kämpft, rollt Alice beiden mit jeder Folge größere Steine einer heillos eskalierenden, brüllend komischen Wrong-Com in den Weg.

Heimlicher Star: Alices zehn Jahre jüngerer Mann David. Mit seiner stirnrunzelnden Reflexion über Fairness, Emanzipation, Liebe und Freundschaft erdet Joel Fry den Rosenkrieg seiner Frau virtuos.

Nicht geeignet für: Feministinnen der zweiten Welle, die Fiktionen, in denen sich junge Frauen in doppelt so alte Männern verlieben oder umgekehrt, für grundsätzlich komödienungeeignet halten. Jan Freitag

Sechs Folgen, auf Disney Plus.

Kap der Angst

Unberechenbar: Javier Bardem als Max Cady.
Unberechenbar: Javier Bardem als Max Cady. IMAGO/Supplied by LMK

Worum geht’s: Die dritte Version der Geschichte des brutalen Max Cady, der aus dem Gefängnis freikommt und nun diejenigen terrorisiert, die ihn dorthin gebracht haben: ein Anwaltspaar und dessen Kinder, eine ganz gewöhnliche amerikanische Familie.

Heimlicher Star: Juliette Lewis, die in der zweiten Film-Version (von Martin Scorsese) die Tochter der terrorisierten Familie spielte, und hier eine mysteriöse Wiederkehr zelebriert.

Nicht geeignet für: Liebhaber des gradlinigen Thrillers, in dem Gut und Böse klar definiert sind und der Böse so cool ist wie Robert Mitchum in der ersten Film-Version. Fritz Göttler

Zehn Folgen, Apple TV.

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