Terrorismus und Medien Schuld und Bühne

Trauernde nach dem Attentat auf Utøya, bei dem 77 Menschen ums Leben kamen.

(Foto: Getty Images)

Terroristen gieren nach Öffentlichkeit. Journalisten und Internetkonzerne müssen sich ihrer Veranwortung bei der Berichterstattung und Verbreitung der Gewalttaten stellen und dürfen sich nicht instrumentalisieren lassen.

Von Georg Mascolo

Es kann, es darf nach den Toten von Christchurch nicht so weitergehen wie bisher, sagt Bjørn Ihler. Es lohnt sich, dem norwegischen Extremismus-Experten zuzuhören, nicht nur wegen seiner klugen Argumente und Gedanken. Sondern auch, weil der 27-Jährige schon einmal selbst in die Mündung der Pistole eines Terroristen blickte - und nur knapp überlebte.

Am 22. Juli 2011 sprang Ihler am äußersten südlichen Ende der norwegischen Insel Utøya ins eiskalte Wasser. Er sprang, um dem Rechtsterroristen Anders Breivik zu entkommen. Der ...

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