Telekom will mehr Fußball Neuer Poker bei den Übertragungs-Rechten

Nach der Ankündigung des Deutschland-Vorstandes der Telekom, das Unternehmen könnte die Satelliten-Rechte der Fußball-Bundesliga kaufen, geht der Millionen-Poker in eine neue Runde. Es stellt sich heraus, dass die Telekom auch die Kabelrechte dazu kaufen müsste.

Die Ankündigung Niek Jan van Dammes, die Telekom überlege, die Satellitenrechte der Fußball-Bundesliga beim 2012 anstehenden Bieterverfahren zu erwerben, wirft Fragen nach der Ausschreibung auf.

Derzeitiger Rechtehalter der Satelliten- und Kabelrechte für Live-Spiele der Fußball-Bundesliga ist die Pay-TV-Plattform Sky.

(Foto: AP)

Van Damme ist Deutschland-Vorstand des Unternehmens, er wird wissen, dass die Deutsche Fußball-Liga (DFL) die Satellitenrechte der Bundesliga-Live-Spiele wohl nur im Paket mit den Kabelrechten offerieren wird. Derzeitiger Rechtehalter der Satelliten- und Kabelrechte für Live-Spiele der Fußball-Bundesliga ist die Pay-TV-Plattform Sky. Die Telekom hält die IP-TV-Rechte und strahlt ihr Produkt Liga total über das Internet-Protokoll aus. Um an die Satellitenrechte zu kommen, müsste die Telekom also auch die Kabelrechte erwerben, Sky bezahlt für beides gegenwärtig etwa 220 Millionen Euro im Jahr.

Wenn die Telekom ihren derzeit 115 000 Satelliten-Kunden Live-Fußball aus der höchsten Spielklasse zeigen will, müsste sie wesentlich mehr als bisher (circa 50 Millionen Euro) investieren. Theoretisch könnte sie die Kabelrechte sublizenzieren. Denkbar ist auch, dass eine Agentur die Rechte für beide Übertragungswege übernimmt und die Satellitenlizenz an die Telekom weiterreicht.

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