Es gibt eine klare Erwartung, wenn ein „Tatort“ den vielsagenden Titel „Gegen die Zeit“ trägt: Irgendwo wird da eine Uhr ablaufen. Vielleicht eine Geiselnahme, bei der schnelles Handeln gefragt ist, oder eine Bombendrohung. Doch genau solch einen Wettlauf gegen die Zeit gibt es im neuen „Tatort“ aus Wien (Buch und Regie: Katharina Mückstein) nicht. Zeit ist hier eher ein abstraktes Konzept. Es geht um Menschen, die versuchen, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen. Oder eine unausweichliche Zukunft noch ein wenig weiter aufzuschieben.
„Tatort“ aus WienNoch einmal mit Gefühl
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In ihrem vorletzten Fall ermitteln Moritz Eisner und Bibi Fellner in einer Wohngruppe für straffällige Jugendliche. Das ist angenehm klischeefrei.
Von Ann-Marlen Hoolt
