„Tatort“ aus MünchenWie ein Bautrupp mit Wirklichkeitswarnweste

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Schnee im Sommer, das muss Theater sein: Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) vor dem Münchner Residenztheater, in dem „Das Verlangen“ gedreht wurde.
Schnee im Sommer, das muss Theater sein: Batic (Miroslav Nemec) und Leitmayr (Udo Wachtveitl) vor dem Münchner Residenztheater, in dem „Das Verlangen“ gedreht wurde. (Foto: Walter Wehner)

Batic und Leitmayr ermitteln nach einem Todesfall auf offener Bühne. „Das Verlangen“ ist ein klassischer Whodunit – und eine hinreißende Hommage an das Theater ohne jede Verklärung.

Von Claudia Tieschky

Der Weihnachts-„Tatort“ aus München ist diesmal ein großes Vergnügen, ein Whodunit nach klassischer Art. Die Kommissare stolpern in eine exzentrische Welt voller undurchschaubarer Verdächtiger. Das Spiel mit Schein und Wirklichkeit haben die alle drauf, denn „Das Verlangen“ spielt am Theater. Eine junge Schauspielerin, von einer Netflix-Hauptrolle direkt zum Bühnenstar avanciert und von Versagensangst geplagt, stirbt mitten in einer Aufführung von Tschechows „Möwe“ an einer Überdosis Schmerzmittel. Das Spiel endet abrupt. Beziehungsweise: Es fängt da erst an.

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