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Interaktiver Krimi "Höllenfeuer":Hilfspolizisten

In "Höllenfeuer" ist die zweite Reihe der Ermittler dran: Mavi Fuchs und Kalli Hammermann.

(Foto: Bianca Taube/BR)

Mit "Höllenfeuer" startet der BR eine Reihe interaktiver Hörspiele, in denen die Zuhörer die Ermittlungen steuern - anstelle der Kommissare aus den Fernsehkrimis.

Von Stefan Fischer

Die Polizei ist dringend auf die Hilfe der Bevölkerung angewiesen in diesem Fall. Vielleicht würden die beiden routinierten Münchner Tatort-Kommissare Ivo Batic und Franz Leitmayr alleine mit der Sache klarkommen. Aber die sind gerade in den USA auf einer Fortbildung: Terrorismusbekämpfung.

Während sich Batic und Leitmayr jedoch noch schulen lassen, gibt es eine gravierende Terrorbedrohung in München. Die Kompetenzen, die die beiden in der Ferne erwerben, wären daheim akut vonnöten. Nun müssen die Kollegen aus der zweiten Reihe den Fall übernehmen: allen voran Kalli Hammermann (Ferdinand Hofer), Rechtsmediziner Steinbrecher (Robert Joseph Bartl) und eine neue Oberkommissarin, die für dieses interaktive Hörspiel in die Riege der Fernsehermittler aufrückt: Mavi Fuchs, gespielt von Xenia Tiling.

Als Hörer kann man in "Höllenfeuer" immer wieder neu ansetzen

Höllenfeuer heißt diese Produktion des BR, die, obwohl es sich um ein Hörspiel handelt, an die Fernseh- und nicht an die Radio-Tatorte andockt. Das Besondere: Es sind die Hörer, die den Gang der Dinge steuern in dem interaktiven Hörspiel, entweder über Spracheingaben per Smartspeaker oder durch Klicks in der Browservariante. Sie legen fest, welche Entscheidungen die Figuren an bestimmten Wegmarken treffen.

Es gibt sieben verschiedene Enden in Höllenfeuer, nicht immer haben Hammermann und Fuchs Erfolg mit ihren Ermittlungen. Als Hörer kann man immer wieder neu ansetzen, indem man Höllenfeuer noch einmal startet oder aber die Polizisten anders durch den letzten, entscheidenden Tag lotst. Zwischen 15 und 90 Minuten sind die verschiedenen Handlungsstränge lang. Im Herbst soll eine zweite Folge veröffentlicht werden, produziert vom WDR, die dann im Milieu der Dortmunder Tatorte spielen wird.

Für den BR ist es das zweite derartige Projekt, in dem sich Hörspiel und Gaming verbinden. In Tag X, online seit knapp zwei Jahren, gilt es für die Hörer, einem Katastrophenszenario zu entkommen. Inhaltlich war dieser erste Versuch stimmiger. In Höllenfeuer hingegen bleibt die Logik manchmal auf der Strecke, einige Situationen sind hanebüchen. Trotzdem stachelt es die Neugier an herauszufinden, welche Entscheidungen falsch waren. Und das ist gar nicht so leicht festzustellen.

Tatort - Das interaktive Hörspiel: Höllenfeuer, zu hören über die Smartspeaker Google Home und Amazon Alexa oder in der Browservariante

© SZ/cag
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