Süddeutsche Zeitung

Fernsehen:Judith Rakers hört als "Tagesschau"-Sprecherin auf

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Nach fast zwei Jahrzehnten soll Schluss sein: Die 48-Jährige wolle sich mehr auf ihre unternehmerische Tätigkeit konzentrieren, teilt der NDR mit.

Judith Rakers hört Ende Januar als "Tagesschau"-Sprecherin auf. Die 48-Jährige gehe auf eigenen Wunsch, da sie sich mehr auf ihre unternehmerische Tätigkeit konzentrieren wolle, teilte der öffentlich-rechtliche Norddeutsche Rundfunk (NDR) in Hamburg mit. Rakers, die 2005 als "Tagesschau"-Sprecherin anfing, werde am 31. Januar zum letzten Mal in der Sendung zu sehen sein.

Eine Nachfolge werde es zunächst keine geben. Damit präsentieren weiterhin Jens Riewa, Susanne Daubner, Julia-Niharika Sen, Thorsten Schröder und Constantin Schreiber die 20-Uhr-Hauptausgabe, die jeden Tag von Millionen Zuschauern gesehen wird.

Moderatorin Rakers wurde in der NDR-Mitteilung mit den Worten zitiert: "Nach 19 erfolgreichen und spannenden Jahren bei der 'Tagesschau' habe ich mich schweren Herzens entschlossen, zu gehen. Es ist an der Zeit, den Fokus in meinem Leben auf andere Projekte zu lenken, meine unternehmerische Tätigkeit weiter auszubauen und Neues anzupacken, für das neben dem Nachrichten-Schichtdienst bisher zu wenig Zeit war."

Dem Fernsehen kehrt Rakers trotz ihres Abschieds bei der "Tagesschau" nicht den Rücken zu. Die Talkshow "3nach9" (Radio Bremen/NDR) moderiert sie weiterhin und sie präsentiert auch weiterhin Folgen des ARD-Reisemagazins "Wunderschön". Vor einigen Jahren gründete Rakers auch eine Produktionsfirma, um eigene TV-Formate zu produzieren.

Auf Instagram erklärte Rakers, sie sei bei der "Tagesschau" immer freiberuflich tätig gewesen und habe sich deshalb noch andere Standbeine aufgebaut. Neben anderen TV-Engagements habe sie angefangen, Bücher über Gemüseanbau, Natur und Garten zu schreiben - "meine große Leidenschaft". Die gebürtige Paderbornerin kündigte ein erstes Kinderbuch an. Sie arbeite auch an einem Brettspiel. Zugleich denke sie über neue Fernsehformate nach - "aber den täglichen Schichtdienst bei der 'Tagesschau' gebe ich nun auf".

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