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Pressefreiheit: Das Hauptquartier des südkoreanischen Fernsehsenders MBC, der kritisch über den Präsidenten Yoon Suk-yeol berichtete.

Das Hauptquartier des südkoreanischen Fernsehsenders MBC, der kritisch über den Präsidenten Yoon Suk-yeol berichtete.

(Foto: Ahn Young-joon/AP)

Südkoreas Präsident Yoon wirft dem Sender MBC "bösartiges Verhalten vor" und schließt ihn von einer Reise aus. Wie die Regierung nun deutliche Zeichen gegen die Pressefreiheit setzt.

Von Thomas Hahn, Seoul

Kim Ou-joon ist Anfeindungen gewohnt. Und im Grunde passt es auch zu seiner Geschichte als liberaler Kommentator des südkoreanischen Politikgeschehens, dass die konservative Regierungspartei PPP wegen seiner täglichen Radio-Morgenshow News Factory neuerdings die Existenz eines ganzen Senders infrage stellt. Kims Journalismus spielte schon immer ins Kabarettistische hinüber, in eine Kunstform also, die in Südkorea nicht verbreitet ist. Seit vielen Jahren richtet sich der 53-Jährige in seinen Podcasts und Radiosendungen mit stechendem Witz sowie enthüllenden Interviews gegen die Politik, meistens gegen die rechte. Anhänger des liberalen Zeitgeistes mögen ihn deshalb. Konservative hassen ihn.

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