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Studie:Wie Corona-Falschmeldungen aussehen

Falschmeldungen zum Coronavirus haben gerade Hochkonjunktur, sie kursieren in sozialen Netzwerken und privaten Chatgruppen. Wissenschaftler der Universität von Oxford haben dazu eine Studie durchgeführt und untersucht, welche Arten von Fake News es gibt, woher sie stammen und welche Behauptungen aufgestellt werden.

Die am Dienstag vorgestellten Ergebnisse zeigen: Den Großteil der Fake News zum Coronavirus machen nicht komplett frei erfundene, sondern verzerrte Fakten aus. Eigentlich richtige Informationen werden demnach häufig aus dem Kontext gerissen, Details umformuliert oder nur ausgesuchte Informationen zusammengebastelt.

Die Mittel, mit denen die Informationen manipuliert werden, sind meist simpel - Künstliche Intelligenzen kommen dabei nicht zum Einsatz, Bilder und Videos werden meist einfach von Hand verändert. Die meisten Falschmeldungen gibt es darüber, welche weiteren Maßnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 eingesetzt werden sollen. Und nur 20 Prozent der erhobenen Fake News stammen von bekannten Persönlichkeiten, diese erreichen aber dann logischerweise viel mehr Menschen als von Privatpersonen verbreitete Fake News. Die Plattformen selbst reagieren auf die aktuelle Schwemme an Falschmeldungen in diesen Tagen unterschiedlich: Facebook und Youtube haben laut Studie der Universität in Oxford gut drei Viertel der Fake News gelöscht, blieben bei Twitter knapp 60 Prozent der Falschmeldungen stehen.

In die Studie sind 225 von Faktencheckern als Falschmeldungen bewertete Informationen aus sozialen Netzwerken eingeflossen.

© SZ vom 08.04.2020

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