bedeckt München 11°

Stromausfall bei US-Talkshow:Es geht auch ohne

Einen echten Late-Night-Moderator bringt so schnell nichts aus dem Konzept: Bei einem Stromausfall filmte US-Talker Jimmy Kimmel seine Show einfach selbst - per Webcam.

Die Zeiten, in denen Late-Night-Talkshows als innovativ und aufregend galten, sind wohl schon eine Weile vorbei. Wenn es eine von ihnen trotzdem zum Gesprächsthema schafft, kann man also davon ausgehen, dass etwas Außergewöhnliches vorgefallen sein muss.

Eine Webcam und ein paar Akustikgitarren, mehr braucht es nicht für eine gute Show. Moderator Jimmy Kimmel und die Band Dierks Bentley in der Jimmy Kimmel Show.

(Foto: ap)

Am vergangenen Montag in der Jimmy Kimmel Show - einem amerikanischen Late-Night-Format, vergleichbar mit der deutschen Harald Schmidt Show - reichte dafür ein Problem mit der Elektrizität. Gegen sieben Uhr Abends - zwei Stunden vor dem Beginn der Aufzeichnung - fiel im El Capitan Theater in Los Angeles, wo die Show stattfindet, der Strom aus. Es gab zwar Licht, doch der größte Teil der Ausstattung, vor allem Kameras und Tontechnik, waren lahmgelegt.

Anstatt sich den Abend frei zu nehmen und die Show zu verschieben, entschied sich der Moderator Jimmy Kimmel aber spontan zur Eigeninitiative: Mit seiner Webcam übernahm er kurzerhand Kamera, Regie und Licht und filmte die Show einfach selbst. Das Publikum und die Gäste spielten mit - der Schauspieler Seth Rogen erzählte munter über seinen neuen Film und die eingeladene Band, Dierks Bentley, spielte kurz entschlossen ein Akustik-Set.

Angesprochen auf den Grund des Stromausfalls antwortete Kimmel der New York Times: " Es war irgendetwas sehr sehr technisches. Ich gebe BP die Schuld. Ich bin sicher, sie sind in irgendeiner Weise auch dafür verantwortlich."

© sueddeutsche.de/luc
Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema