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Wechsel von Sky:Esther Sedlaczek wird neue "Sportschau"-Moderatorin

Sportjournalistin Esther Sedlaczek

Esther Sedlaczek verlässt Sky, um bei der "Sportschau" anzufangen.

(Foto: Soeren Stache/dpa)

Sie tritt die Nachfolgerin von Matthias Opdenhövel im Ersten an, der seinen Vertrag nicht verlängert. Für den Bezahlsender Sky ist es nicht der einzige Verlust.

Esther Sedlaczek wird im Sommer neue Moderatorin der Sportschau im Ersten. Die 35-Jährige, die derzeit für den Bezahlsender Sky arbeitet, trete in die Fußstapfen von Matthias Opdenhövel, teilte das Erste mit. Der 50 Jahre alte Opdenhövel wird seinen bis Juli laufenden Vertrag mit der ARD nicht verlängern.

Start für Sedlaczek ist im August. Die Journalistin ist für Sky bereits seit zehn Jahren in der Fußball-Berichterstattung tätig, zunächst als Reporterin und seit 2012 auch als Moderatorin. Derzeit präsentiert Sedlaczek die Bundesliga am Samstag bei Sky und ist auch bei der Uefa Champions League und der Europa League als Reporterin im Einsatz.

Auch Jessica Libbertz verlässt Sky

Der Pay-TV-Sender verliert damit zur neuen Saison der Fußball-Bundesliga zwei seiner prominentesten Sportjournalistinnen: Neben Sedlaczek verlässt auch Jessica Libbertz den Sender. Sie habe nach eigenen Angaben um Auflösung des Vertrages gebeten, wie Sky am Donnerstag bestätigte. Libbertz arbeitet nach eigenen Angaben zukünftig vermehrt für den Fußball-Weltverband Fifa. Die 46-Jährige hatte vor 17 Jahren unter dem Namen Jessica Kastrop bei dem Bezahlsender angefangen, der damals noch Premiere hieß.

Sedlaczek soll im Ersten nicht nur die Bundesliga-Sportschau und die Sportschau am Sonntag moderieren. Geplant ist auch, sie unter anderem auch als Moderatorin im Rahmen von Fußball-Liveübertragungen einzusetzen. Ihr Start fällt zusammen mit dem Beginn der neuen Rechteperiode in der Fußball-Bundesliga.

Der ARD-Vorsitzende und Intendant des WDR, Tom Buhrow, erklärte: "Der Wechsel von Esther Sedlaczek in die ARD bedeutet, dass die Sportschau weiblicher wird. Zum ersten Mal haben wir ab Sommer im 18-Uhr-Team am Samstag mehr Moderatorinnen als Moderatoren im Einsatz." Der Abschied von Opdenhövel werde dennoch schwerfallen. Er habe "die Sportschau ungemein bereichert", und seine ganz besondere Art, den Sport - egal ob Fußball oder Skispringen - zu kommentieren, werde den Zuschauern fehlen.

© SZ/epd/dpa
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