"Spiegel"-Chefredaktion:Auf dem Schleudersitz

"Spiegel"-Chefredaktion: Gerade war er noch "Spiegel"-Chefredakteur, jetzt muss Steffen Klusmann das Hamburger Verlagsgebäude verlassen.

Gerade war er noch "Spiegel"-Chefredakteur, jetzt muss Steffen Klusmann das Hamburger Verlagsgebäude verlassen.

(Foto: Christian Charisius/picture alliance/dpa)

"Spiegel"-Chefredakteur Steffen Klusmann muss gehen. Und das, obwohl sich noch ein Teil der Belegschaft für ihn eingesetzt hatte. Sein Nachfolger wird Dirk Kurbjuweit.

Von Anna Ernst und Laura Hertreiter

Der Bürostuhl in der Chefredaktion des Spiegel ist alle paar Jahre eine Art Schleudersitz, und jetzt hat es den nächsten hinausgeschleudert: Chefredakteur Steffen Klusmann geht. Offenbar in "gegenseitigem Einvernehmen". Das verkündete der Spiegel am Donnerstag nun offiziell, nachdem in der Redaktion bereits seit Mittwochnachmittag gerätselt wurde, wie es weitergeht. "Wir haben eine ganze Menge gemeinsam erreicht. Zuletzt haben Geschäftsführung und ich in entscheidenden strategischen Fragen allerdings allzu oft keine Einigkeit erzielt - was nun mein Ausscheiden zur Folge hat", wird der scheidende Chefredakteur in der Mitteilung des Verlages zitiert. Auch ein Nachfolger steht schon bereit: Auf Klusmann soll Dirk Kurbjuweit folgen.

Zur SZ-Startseite

Nach Vorwürfen des Machtmissbrauchs
:Schweizer Verlag Tamedia klagt gegen "Spiegel"

Nach dem Gastbeitrag einer ehemaligen Tamedia-Angestellten im "Spiegel" leitet nun der Schweizer Medienkonzern juristische Schritte ein. Der Beitrag sei "persönlichkeitsverletzend".

Lesen Sie mehr zum Thema