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Sparmaßnahmen:Textkorrektur bei Springer automatisiert

Das Medienhaus Axel Springer will im Zuge von Sparmaßnahmen und Umstrukturierungen die Textkorrektur automatisieren. Man plane eine schrittweise Anpassung hin zu mehr Einsatz von Technologie, sagte eine Sprecherin des Verlages auf Anfrage. Ein "neuartiges, lernendes IT-System" soll es der Redaktion ermöglichen, sich auf Recherche und multimediale Aufbereitung von Inhalten zu konzentrieren.

Der Axel-Springer-Verlag ist derzeit im Umbruch. Im Oktober war bekannt geworden, dass die Sportberichterstattung der Bild-Zeitung, aller Welt-Titel und der Sport Bild aus einer gemeinsamen Redaktion erfolgen soll. Dieses "markenübergreifende Sport-Kompetenzzentrum" soll schon am 1. Januar 2020 die Berichterstattung übernehmen, wie das Medienhaus nun bestätigte. Es soll dann anstelle der eigenständigen Sportressorts die Sportberichterstattung produzieren und "auf die jeweiligen Marken zugeschnittene Inhalte" erstellen. Wie viele Redakteure aus den bestehenden Redaktionen in das neugeschaffene übergreifende Ressort wechseln, war zunächst nicht bekannt. Dass in fast allen Sparten Jobs abgebaut werden, ist aber seit längerem klar.

Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner hatte im September im SZ-Interview einen harten Sparkurs angekündigt und gesagt: "Wo strukturell Umsatzrückgang herrscht, müssen wir restrukturieren und Arbeitsplätze abbauen. Es wird eine Umschichtung geben." Das Unternehmen kündigte im Oktober unter anderem an, die werktäglichen Ausgaben von Welt Kompakt und das Magazin Bild Politik einzustellen. Mitte November war bekannt geworden, dass Marion Horn, bis dahin Chefredakteurin der Bild am Sonntag, das Haus verlässt.