US-Animationsserie„South Park“ nennt sich jetzt „South America“

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Die Serie von Trey Parker und Matt Stone will jetzt auch so mutig und patriotisch sein wie Apple und Google, schreiben die Macher auf der Plattform X.
Die Serie von Trey Parker und Matt Stone will jetzt auch so mutig und patriotisch sein wie Apple und Google, schreiben die Macher auf der Plattform X.
imago images/Everett Collection
  • Die US-Satireserie "South Park" benennt sich in "South America" um und macht sich damit über Trumps Umbenennungswut lustig.
  • Trump benannte den "Golf von Mexiko" in "Golf von Amerika" um und den "Lake Ontario" in "Lake America".
  • Die Serie kritisiert auch Apple und Google, die Trumps neue Namen bereitwillig in ihre Karten eingepflegt haben.
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Die Satire-Zeichentrickserie von Comedy Central macht sich mit dem neuen Namen über die Umbenennungswut des US-Präsidenten lustig  – und über den eigenen Mutterkonzern Paramount.

Von Nele-Sophie Weimann

SZ bei Google bevorzugen

Noch im vergangenen Jahr hüpfte Donald Trump in der Zeichentrickserie „South Park“ mit Satan ins Bett und erwartete dann mit ihm ein Kind. Der US-Präsident diente der amerikanischen Satireserie „South Park“ immer mal gern als Witzvorlage. Jetzt wieder, und diesmal treiben es die Macher der Zeichentrickserie, Matt Stone und Trey Parker, auf die Spitze: Wie sie auf der Plattform X mitteilen, wird die Sendung in „South America“ umbenannt: „Inspiriert vom Mut und Patriotismus von Apple und Google ändern wir den Namen von ‚South Park‘ zu ‚SOUTH AMERICA‘“, heißt es auf dem X-Kanal der Serie. Im Weißen Haus dürfte diese Ankündigung für höchstens verdruckste Lacher gesorgt haben – schließlich ist sie eine direkte Anspielung auf die patriotische Umbenennungswut von Donald Trump.

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Zu Beginn seiner zweiten Amtszeit 2025 machte er, um die Dominanz seines Landes zu betonen, den Golf von Mexiko zum „Golf von Amerika“. Kanada blieb auch nicht verschont, per Erlass wurde der Lake Ontario, durch den die Grenze zum nördlichen Nachbarland verläuft, in „Lake America“ umgetauft. Das dürfte so weitergehen, denn am Wochenende teilte Trump auf seinem Messengerdienst Truth Social seine neueste Idee mit: Auf einer Karte des US-Bundesstaates New Mexico wurde kurzerhand das Wort „Mexico“ durchgestrichen und durch das Lieblingswort des Präsidenten ersetzt: „America“.

Nicht nur Trump wird zur Zielscheibe der Satireserie

Wenn sich Stone und Parker in ihrer Erklärung ironisch auf den „Mut“ und den „Patriotismus“ von Apple und Google beziehen, hat das damit zu tun, dass die Silicon-Valley-Konzerne die vom Präsidenten neu verteilten Namen bereitwillig in ihr Kartenmaterial eingepflegt haben. In den USA heißt es bei Google und Apple dort bereits „Gulf of America“ sowie „Lake America“. Außerhalb der USA erscheinen die Umbenennungen Trumps bislang noch in einer Klammer neben der ursprünglichen Bezeichnung.

Im X-Post zur neuen Namensverkündung findet sich noch ein besonderer Gruß: „We especially want to thank our parent company Paramount – a Skydance Capitulation.“ Angespielt wird hier auf die Übernahme des CBS-Mutterkonzerns Paramount durch Skydance – der neue Konzern firmiert unter „Paramount Skydance Corporation“. Paramount hatte vor einem Jahr eine Klage Donald Trumps gegen CBS wegen angeblicher Wahlbeeinflussung – es ging um den Zusammenschnitt eines Interviews mit der demokratischen Präsidentschaftskandidatin Kamala Harris – mit einem außergerichtlichen Vergleich beigelegt, der das Unternehmen 16 Millionen Dollar kostete. Eine Zahlung, die vor allem dem Ziel gedient haben könnte, die Genehmigung für die Übernahme durch Paramount nicht zu gefährden. Die Serie „South America“ beim CBS-Sender Comedy Central untersteht durch die Fusion nun der Trump-nahen Unternehmerfamilie Ellison.

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