Süddeutsche Zeitung

Skandal um "Deutschlands Beste!":ZDF stellt "Show"-Redaktion neu auf

Nach den Ranking-Manipulationen bei "Deutschlands Beste!" zieht das ZDF offenbar weitere Konsequenzen. Nach einem Medienbericht sollen neben personellen Veränderungen nun Maßnahmen zum Einsatz von Umfragen getroffen werden.

  • Das ZDF zieht nach den Manipulationen bei "Deutschlands Beste!" Konsequenzen.
  • Nachdem Unterhaltungschef Olvier Fuchs seinen Posten geräumt hat, wurde nun auch das verantwortliche Redaktions-Team aufgelöst.
  • Umfragen sollen künftig streng reglementiert werden.

Personelle Konsequenzen nach Ranking-Skandal

Nach den Manipulationen um die Ranking-Show "Deutschlands Beste!" zieht das ZDF offenbar weitere personelle Konsequenzen. Unterhaltungschef Oliver Fuchs, der angeblich nicht für die gefälschten Ergebnisse der Umfragen verantwortlich ist, war bereits in der vergangenen Woche zurückgetreten. Nun wurde nach Angaben des Handelsblatts die verantwortliche Redaktion aufgelöst.

Den Mitarbeitern des "Team Event und Show" wurde den Anhaben nach allerdings nicht gekündigt, sondern sie seien auf andere Redaktionen verteilt worden. Zwei Redaktionsmitglieder hätten Abmahnungen erhalten. Laut einem ZDF-internen Untersuchungsbericht liege die Schuld für den Vorgang bei einer Teamleiterin und einer Redakteurin, schreibt das Handelsblatt. Dem Leiter der Hauptredaktion seien hingegen bewusst wichtige Informationen vorenthalten worden.

Strengere Regeln beim Einsatz von Votings

Der Einsatz von Umfragen bei ZDF-Sendungen solle nun streng reglementiert werden, heißt es in dem Bericht. Verantwortlichkeiten und Entscheidungsbefugnisse der Hauptredaktion "Show" würden laut Programmchef Norbert Himmler "neu geordnet und verbindlich festgelegt" werden.

Bewusst hochgestufte Voting-Ergebnisse wie in "Deutschlands Beste!" sollen so künftig der Vergangenheit angehören. Die Zahlen, die Johannes B. Kerner Anfang Juli in der zweiteiligen TV-Show präsentiert hatte, waren verändert worden, um teilnehmende Gäste nach oben zu stufen. Auch bei früheren Ranking-Sendungen des öffentlich-rechtlichen Senders waren die Ergebnisse bereits manipuliert worden.

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SZ.de/nema/pak
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