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Sexszenen im Film:"Man braucht Absprachen, Choreografien und Schutzmaßnahmen"

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Bitte recht unverkrampft: Die Serie Sex Education geht in die zweite Staffel, Intimitätskoordinatorin Ita O'Brien wirkte erneut im Hintergrund mit.

(Foto: Jon Hall/Netflix)

Ita O'Brien berät Schauspieler und Regisseure bei Sexszenen. Ein Gespräch über die Gemeinsamkeiten zwischen Liebesszenen und Stunts, den Nachholbedarf in der Branche und Profis, die Hilfe ablehnen.

Interview von Patrick Heidmann

Sie hat einen Job, den es vor fünf Jahren noch gar nicht gegeben hat. Ita O'Brien, Britin, ausgebildete Tänzerin und erfahrener Bewegungscoach an britischen Bühnen, ist "Intimacy Coordinator" an Film- und Seriensets. Als Intimitätskoordinatorin berät sie bei Produktionen wie der Serie Sex Education mit Gillian Anderson in Sachen Sex- und Nacktszenen. In der Serie, deren zweite Staffel ab dem 17. Januar bei Netflix zu sehen ist, wird ein unerfahrener Teenager zunächst widerwillig zum Sexberater seiner Mitschüler. Lange Zeit gab es für O'Briens Aufgabe kein Bewusstsein. Aber spätestens seit den Anfängen der "Me Too"-Bewegung setzen immer mehr Film- und Fernsehproduktionen auf solche Profis. Ita O'Brien war zuletzt auch an Hanna, Watchmen und Gentleman Jack beteiligt. Ein Telefongespräch über Nähe, Inszenierung und Intimität.

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