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Tipps im Mai:Das sind die Serien des Monats

4er-Kombo für Digital und Online. Print wie gehabt im Layout Einzelbilder anlegen.
Underground Railroad, Lu Looser, All you need, Halston

"The Underground Railroad", "Lu von Loser", "All You Need" und "Halston": Diese Serien lohnen sich.

(Foto: Kyle Kaplan/Amazon Studios, ZDF; Patrick Essex, Andrea Hansen/ARD Degeto/dpa, Atsushi Nishijima /Netflix)

Ein koksender Modedesigner, eine werdende Mutter und eine Sklavin auf dem Weg in die Freiheit: Empfehlungen im Mai.

Von SZ-Autorinnen und -Autoren

All You Need

Was passiert: Vier schwule Männer ziehen durch Berlin und machen Dinge, die man von schwulen Männern aus Berlin erwartet: Sie feiern, flirten und haben jede Menge Sex. Und nur die Homospießer aus dem Grunewald kaufen sich dafür ein Bett.

Heimliche Stars: Die Clubs, Bars und Saunen Berlins. Im wahren Leben haben das "SchwuZ" oder der "Boiler" seit einer halben Ewigkeit geschlossen, hier aber erwachen sie zu funkelndem Leben.

Nicht geeignet für: Lesbische Frauen, ältere Schwule, Bisexuelle oder Transmenschen könnten sich von der ersten queeren Serie des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht repräsentiert fühlen. Josef Grübl

Fünf Folgen, in der ARD-Mediathek.

Schlafschafe

Was passiert: Lars merkt, dass seine Frau Melanie Verschwörungstheorien rund um Corona anheimfällt. Die kleine Serie zeigt die Mechanismen und Binnenlogiken solch paranoider Konstrukte ziemlich gut.

Heimlicher Star: Perplex, hilflos, genervt, panisch - Daniel Donskoy spielt das breite Emotionsrepertoire eines Mannes, der dabei zusehen muss, wie seine Frau immer weiter abdriftet.

Nicht geeignet für: Querdenker. Alex Rühle

Sechs Folgen, in der ZDF-Mediathek.

The Underground Railroad

Was passiert: Die junge Sklavin Cora (fantastisch: Thuso Mbedu) flieht von einer Baumwollplantage und durchquert Richtung Norden mehrere US-Staaten. Auf dem Weg in die Freiheit erlebt sie in jedem eine andere furchtbare Form des Rassismus.

Heimlicher Star: Der kleine freigelassene Junge Homer (Chase Dillon) hilft dem Sklavenfänger Ridgeway (Joel Edgerton) bei seiner düsteren Arbeit, obwohl er selbst schwarz ist. Nachts legt er sich in Ketten, weil er anders nicht einschlafen kann.

Nicht geeignet für: Alle, die zu langsam am Vorspulknopf sind. Es vergeht keine Folge ohne brutale Gewaltszenen, die einem noch lange nachgehen. Kathleen Hildebrand

Zehn Folgen, auf Amazon.

Lu von Loser

Was passiert: Lu ist erfolglose Musikerin in den Dreißigern, schwanger und von beidem genervt. Und von ihrer Mutter. Und dem Vater des Babys. Die Autorin, Regisseurin und Hauptdarstellerin Alice Gruia erzählt in nur wenige Minuten kurzen, komisch-traurigen Schlaglichtern von kaum erfüllbaren Rollenerwartungen.

Heimlicher Star: Lus frühere Band, die ohne sie, aber mit ihrem Song einen Hit landet. Und einen liebevollen Instagram-Account hat.

Nicht geeignet für: Menschen, die ans Fernsehen ähnlich starre Erwartungen haben wie an Mütter. Elisa Britzelmeier

Acht Folgen, in der ZDF-Mediathek.

Halston

Was passiert: Der Modedesigner Halston revolutioniert die amerikanische Mode, verkauft seinen Namen an einen Konzern, wird steinreich und feiert mit seinen Musen wild im Studio 54. Irgendwann liegt eine Frau tot im Luftschacht des Clubs, und ab da ist sein Fall nicht mehr aufzuhalten. Schließlich trägt die Leiche Calvin Klein!

Heimlicher Star: Der Soundtrack, von bekannten Discogrößen mit weniger bekannten Titeln über eine italienische Eurovision-Teilnehmerin der 70er-Jahre bis zu den Cocteau Twins.

Nicht geeignet für: Moralapostel (Kokain, Orgien), Luxuskonzern-Chefs - die kriegen ordentlich den Spiegel vorgehalten. Julia Werner

Fünf Folgen, auf Netflix.

© SZ
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