Ad Vitam (bis 7.12. in der Arte-Mediathek)

Die Welt in der französischen Science-Fiction-Serie Ad Vitam von Thomas Cailley sieht größtenteils genauso aus wie die unsere. Sogar die Menschen sind noch immer die gleichen, denn der Tod ist besiegt. Hurra! Alle finden es super, nicht mehr sterben zu müssen, nur ein paar Jugendliche haben damit ein Problem. Die Menschen feiern gerade den 169. Geburtstag der ältesten Frau der Welt, als ein paar junge Körper am Strand angespült werden. Einer von ihnen hat zwei Punkte auf der Schulter, Erkennungszeichen einer Selbstmord-Sekte, die sich aber schon vor Jahren kollektiv selbst aus der Welt geschafft haben soll. Ermittler Darius (Yvan Attal) wird auf die Sache angesetzt. In einer Welt ewiger Jugend steht der Tod unter Strafe. Die Fiktion vom ewigen Leben ist interessant - denn tun wir nicht so, als könnten wir ewig so weiterleben - die Zukunft des Planeten verfeuern, aus den Regenwäldern Klopapier machen? Diese Fragen schwingen in Ad Vitam auf kluge Weise mit.

Lesen Sie hier die vollständige Rezension von Philipp Bovermann.

Bild: © Ivan Mathie 2017 1. Dezember 2018, 15:102018-12-01 15:10:37 © SZ.de/khil/luch