KIClaude, wer ist US-Präsident? – keine Ahnung, ich google mal

Lesezeit: 3 Min.

Faule KI-Suchfinger bemühen Google.
Faule KI-Suchfinger bemühen Google. Dado Ruvic/REUTERS

Seit die Chatbots die klassischen Suchmaschinen abgelöst haben, konzentrieren sich viele Medienhäuser lieber darauf, bei Chat-GPT oben aufzutauchen als bei Google. Aber: Die KI ist faul bei der Recherche.

Von Michael Moorstedt

SZ bei Google bevorzugen

Das Internet ist ja durchaus recht konservativ. Seit Jahrzehnten folgt es der derselben Logik: Wer gefunden werden will, passt seine Inhalte an die Regeln der Plattformen an. Search Engine Optimization (SEO), also die Kunst, Texte möglichst weit oben in den Trefferlisten von Google zu platzieren, existiert mindestens schon so lang wie die Suchmaschinen selbst. Dabei spielte es kaum eine Rolle, ob es um vermeintlich kluge Feuilletontexte, schnöde Produkttests, Kochrezepte oder Servicestücke zu Leistenbrüchen ging. Geschrieben wurde vor allem über die Dinge, nach denen die Menschen ohnehin schon suchten.

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