Österreichs Inseratenaffäre:"Ganz schlimm, wenn so etwas in den Köpfen von Politikern steckt"

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20211007 Federal Chancellor Sebastian Kurz after his meeting with Federal President Alexander Van der Bellen VIENNA, AUS

Sebastian Kurz (ÖVP) wenige Tage vor seinem Rücktritt im Zusammenhang mit der "Inseratenaffäre".

(Foto: Isabelle Ouvrard /imago images/SEPA.Media)

Medienwissenschaftler Andy Kaltenbrunner über Österreichs Inseratenaffäre, fragwürdige Geschäfte zwischen Medien und Politik sowie eine umstrittene Aussage von Ex-Kanzler Kurz.

Interview von Cathrin Kahlweit

Das Wort "Inserate" ist in Deutschland weniger gebräuchlich, hier spricht man von "Anzeigen". Der am Wochenende im Zusammenhang mit der "Inseratenaffäre" zurückgetretene österreichische Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und sein Team sollen Steuermittel zweckentfremdet, Umfragen geschönt und sich positive Medienberichte erkauft haben. Kurz bestreitet die Vorwürfe. Unbestreitbar ist: Die sehr spezielle Art der Presseförderung in Österreich lässt sich leicht in ein Instrument für politischen Einfluss verwandeln. Andy Kaltenbrunner ist Politik- und Medienwissenschaftler, leitet das Medienhaus Wien und forscht an der Akademie der Wissenschaften. Er hat unlängst die viel beachtete Studie "Scheinbar transparent" zum Medienmarkt in Österreich publiziert.

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