Süddeutsche Zeitung

Sarah Palin und ihre TV-Show:Konkurrenz vom Beinah-Schwiegersohn

Schon wieder Wirbel um Sarah Palin: Der einstige Verlobte ihrer Tochter will ihr nun im Fernsehen Konkurrenz machen.

Das Duell bleibt fast in der Familie - und Sarah Palin macht wieder einmal von sich reden. Bereits in den vergangenen Monaten hatte die ehemalige Gouverneurin von Alaska und außerdem gescheiterte Kandidatin für den Job als US-Vizepräsidentin mit ihren Auftritten immer wieder für Wirbel gesorgt. Nun geht es wieder einmal um ihren Beinahe-Schwiegersohn. Denn ausgerechnet der macht der 45-Jährigen nun im Fernsehen Konkurrenz.

Palin hatte eine achtteilige Reality-Serie über Alaska geplant. Und nun wirbt ausgerechnet der 19-jährige Levi Johnston, einst Verlobter von Palins Tochter, bei den großen Fernsehanstalten Los Angeles für ein alternatives Alaska-Programm. Worum es darin gehen sollte, hat er nun dem Internetdienst E!Online erzählt: "In meiner Show geht es im Prinzip um mich, meine engsten Freunde und meinen Sohn (Tripp) in Alaska, ums Jagen, Fischen und alles andere, was ich dort so tue." Einen Produzenten hat Levi bereits, auch einen Titel für sein Programm: Levi Johnston's Final Frontier, wie die Washington Post am Dienstag wusste.

Bei Palins Sendung wiederum hatte der Discovery-Kabelsender TLC bereits am vergangenen Donnerstag mitgeteilt, dass er die Rechte für die Reality-Sendung Sarah Palin's Alaska in acht Episoden erworben habe. Schließlich ist das Thema Natur Palin offenbar ein wichtiges Anliegen, bei dem sie missionarischen Eifer an den Tag legt. So bekundete sie, "die Wunder und die Pracht von Alaska" allen Amerikanern nahe zu bringen. Zumindest der Vater ihrer Enkelin wird sich von ihren TV-Beiträgen allerdings nicht überzeugen lassen.

Dabei hatte alles scheinbar so harmonisch begonnen: Denn Palin hatte Levi sogar im Wahlkampf vorgestellt und zu dem jungen Mann, der sie zur Großmutter machte, durchaus gestanden. In Interviews hatte sie - selbst erzkonservativ - den damals Auserwählten ihrer Tochter Bristol sogar öffentlich gelobt.

Doch der Nachwuchs war zwei Monate alt, da zerbrach die Beziehung - und der Beinah-Schwiegersohn ist seitdem gar nicht mehr willkommen, plaudert selbst gern über angebliche Macken der prominenten Oma. Das alles wird besonders brisant, weil beide im selben Ort wohnen - und sich daher wohl auch schon mal direkt begegnen dürften. Dass sie nun auch auf dem Bildschirm gegeneinander antreten sollen, dürfte die Sache nciht einfacher machen. Und so wird man wohl noch von einigen Zankereien aus Alaska hören.

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