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RTLzwei:Volles Privatprogramm

RTL 2, neue Eigenschreibweise RTLzwei, darf sich weiter Vollprogramm nennen. Weil der Privatsender 2018 seine Nachrichten an eine Produktionsfirma auslagert hatte, prüfte die Kommission für Zulassung und Aufsicht der Landesmedienanstalten (ZAK) den Status. Eine Analyse der zuständigen Landesmedienanstalt LPR Hessen ergab, dass der Sender noch immer auf 79 Prozent redaktionelles Programm kommt. 21 Prozent bestehen demnach aus Werbung, Teleshopping und Trailern. 30 Prozent seien fernsehpublizistische Inhalte. Dazu zählten auch Sozialdokus wie Hartz und herzlich, Teenie Mütter, Einfach hairlich - Die Friseure oder Hausenblas - Die Staubsaugervertreter Deluxe. Der Branchendienst DWDL zitiert eine LPR-Sprecherin mit dem Befund, RTLzwei biete damit ausreichend "Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung". Ein Vollprogramm in Deutschland weist - in Abgrenzung zum Spartenprogramm - laut Rundfunkstaatsvertrag vielfältige Inhalte auf, "in welchem Informationen, Bildung, Beratung und Unterhaltung einen wesentlichen Teil des Gesamtprogramms bilden" Das Programm eines Senders muss mindestens zehn Prozent fernsehpublizistische Inhalte enthalten, um als Vollprogramm zu gelten.