Neue Reality-Show bei RTL Nur ganz am Schluss wird es mal dramatisch

Dann müssen die Frauen in einer Schlammgrube nach Goldbarren tauchen, es kommt zu Karaoke unter der Dusche, und immer wieder mal taucht ein Spielleiter mit seltsam versteinerten Gesichtszügen auf. Dazu reduziert die Regie einen jeden auf seine Verhaltensauffälligkeiten.

Den Schlagsänger drängt man in die Rolle des körpersaftgetriebenen Immerwollers, der Fußballer hat eine harsche Meinung zu fast allem und droht mehrfach, dass er sich das alles nicht mehr lange gefallen lasse, und die Prinzessin wundert sich anfangs, dass die anderen in Unkenntnis ihres blauen Blutes sind. "Ich glaube, die wissen gar nicht, dass ich Prinzessin bin", sagt sie, woraufhin ihr Partner, der als Stuntman vorgestellt wird, die passende Zusammenfassung ihres Soseins liefert. "Sie macht halt so Sachen", sagt er.

So Sachen machen eigentlich alle. Viel dummes Zeug ist dabei, vor allem, wenn die Insassen den Mund aufmachen und deutlich wird, dass sie die Teilnahme an diesem Projekt offensichtlich nötig haben, die einen aus Geltungsdrang, die anderen wegen des Geldes. Den Rest erledigt RTL.

Soooooo öde

Das ist über weite Strecken so aufregend wie der Versuch, einem Stein beim Moosansetzen zuzusehen. Soooooo langweilig. Soooooo absehbar. Soooooo öde.

Nur ganz am Schluss, als irgendwie alle rumbrüllen, wird es mal ganz kurz dramatisch, und es weht ein Hauch von Mitleid herein. Auf einmal fragt man sich, ob nicht auch vermeintlich Prominente irgendeine Form von Schutz brauchen vor dieser Dreibuchstabenbande namens RTL.

Und dann sitzt kurz vor dem Ende der ersten Folge Hubert Kah da. "Wir machen uns doch nicht zum Affen vorm Fernsehen", sagt er allen Ernstes. Darauf kann es natürlich nur eine passende Replik geben: Doch!

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