RTL: Rückerstattung der Telefonkosten Chaos bei DSDS

Panne mit Folgen: Nachdem die Telefonabstimmung bei "Deutschland sucht den Superstar" abgebrochen werden musste, kündigt RTL nun an, die Kosten der ungültigen Anrufe zu erstatten.

Von Hans Hoff

Wer singt wie falsch und wer zickt wen an, das waren bisher die zentralen Fragen der achten Staffel von Deutschland sucht den Superstar (DSDS). Seit Samstag ist eine weitere hinzugekommen. Eine, die einem Sender wie RTL höchst unangenehm sein muss: Geht bei DSDS alles mit rechten Dingen zu?

Wegen eines technischen Fehlers wurde die Telefonabstimmung abgebrochen. Kein Kandidat von Deutschland sucht den Superstar musste die Show verlassen. Sänger Sebastian Wurth ist einer der letzten sechs Kandidaten und muss nun noch einmal auftreten.

(Foto: dapd)

Auslöser der Skepsis sind technische und menschliche Fehler, die bei der jüngsten, von 5,84 Millionen Menschen verfolgten Sendung ein Chaos bei der Telefonabstimmung auslösten. Auf einer eingeblendeten Gewinnspieltafel waren die entscheidenden Telefonnummern vertauscht worden. Zudem verlas Moderator Marco Schreyl eine Nummernliste, die nicht mit den Einblendungen auf dem Bildschirm übereinstimmte.

Zum ersten Mal in der seit 2002 währenden Geschichte von DSDS wurde die Telefonabstimmung abgebrochen. Keiner der Kandidaten musste die Show verlassen. Man werde die Anrufe, die bis zur ersten falschen Einblendung eingegangen sind, bei der nächsten Ausgabe mitzählen, teilte RTL mit. Zudem wird die Staffel um eine Show verlängert. Sie endet nun nicht am 30. April, sondern erst am 7. Mai.

Etliche Zuschauer vermuteten Schiebung. Die Verlängerung sei lange vorher geplant gewesen, spekulierten sie im Internet und wollten wissen, wie der Sender gedenke, ihnen die 50 Cent für die nun ungültigen Anrufe zu erstatten. Nichts sei geplant gewesen, versichert der Sender, der nun um seine Glaubwürdigkeit ringt.

RTL teilte am Montag mit, für alle diejenigen Zuschauer solle keine Telefongebühr anfallen, die zwischen der Einblendung der falschen Gewinnspieltafel um 22.39Uhr und dem Abbruch des Votings um 23.54 Uhr angerufen hatten und deren Stimme nicht gewertet wurde.

Der Sender verhandle nun mit den Telefonanbietern. Falls es nicht möglich sei, die Kosten gar nicht erst abzubuchen, würden sie von RTL erstattet. In dem Fall müssten die Anrufer Name, Kontonummer und Einzelverbindungsnachweis des Anrufs faxen (kostenlos 0800 2212002) oder mailen (dsds@rtl.de mit Betreff "Abstimmung"). Unterhaltungschef Tom Sänger entschuldigte sich bei den Anrufern, man hoffe, nun eine "faire Lösung" gefunden zu haben.