Der nächste „Meilenstein“ in der Fernsehgeschichte wird im Nachmittagsprogramm versendet. Punkt 15.55 startet RTL seit Beginn dieser Woche Folgen seiner Scripted-Reality-Show „Ulrich Wetzel – Das Strafgericht“, die durch generative KI bearbeitet wurden. So wurden etwa Figuren und Plot-Twists nachträglich eingefügt. Von „kreativem Neuland“ ist in der offiziellen Senderverlautbarung die Rede, von der „Zukunft des Erzählens“. Die Chefetage des Senders gibt sich rhetorisch einige Mühe, den KI-Einsatz größer erscheinen zu lassen, als er ist, nämlich vor allem eine günstige Recyclingmethode für gut abgehangene Archivinhalte.
FernsehenEin Blick in den Abgrund
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Könnte die KI für das Fernsehen eine neue „Kreativexplosion“ sein?
imago/gutpaper/istock/Getty/Collage: Christian Tönsmann„Kreatives Neuland“: RTL pfuscht mit KI im eigenen Programm herum. Wohin das führen kann, zeigt ein Roku-Kanal in den USA: Dort läuft bereits rund um die Uhr KI-generierter Slop.
