RTL-Dschungelcamp 2018 Tag 15 im Dschungel: "Vielleicht machst du mal Werbung für Extensions"

Erst diese Dschungelprüfung und dann auch noch der undankbare vierte Platz: Es lief schon besser für Bachelorette-Gewinner David Friedrich.

(Foto: RTL)

Schlagersängerin Tina York gibt Handyhüllen-Shopbesitzerin Jenny Frankhauser Job-Tipps. David Friedrichs Karriere im Dschungelcamp ist vorbei.

TV-Kritik von Johanna Bruckner

Thema des Tages: die Bürde, eine Schwester zu haben, die erfolgreicher ist als man selbst. Die von Handyhüllen-Shopbesitzerin Jenny Frankhauser heißt Daniela Katzenberger und hat es geschafft, aus einem Augenbrauen-Unfall eine Medienmarke zu machen. (Falls Sie nicht sofort ein Bild vor Augen haben: Stellen Sie sich vor, Mr. Spock und Barbie hätten, um das Überleben ihrer Spezies zu sichern, ein Kind gezeugt. Und dieses Kind Daniela genannt.) Die ältere Schwester von Tina York heißt Mary Roos und ist ebenfalls Schlagersängerin. Beide hatten ihre großen Hits Ende der 60er, Anfang der 70er Jahre. Der Unterscheid: Mary Roos tritt heute mit Florian Silbereisen auf. Tina York tritt in Lütgendortmund auf.

Doch Tina ist mit ihrer Rolle im Reinen. "Ich bin selber Fan von Mary", erzählt sie am Lagerfeuer. "Ist mir doch lieber, meine Schwester hat den Erfolg als irgendjemand anders." Für Jenny hat die Camp-Älteste einen Ratschlag: Nicht in Selbstmitleid versinken, sondern die eigene Karriere anpacken. "Vielleicht machst du mal Werbung für Extensions oder sowas."

TV-Kritik Tag 14 im Dschungel: "C'est la vie, wie der Engländer sagt"
RTL-Dschungelcamp 2018

Tag 14 im Dschungel: "C'est la vie, wie der Engländer sagt"

Tina York versagt in Geografie. Daniele Negroni triumphiert in der Dschungelprüfung. Und Matthias Mangiapane präsentiert sich als schlechter Verlierer.   TV-Kritik von Johanna Bruckner

Wer ist raus? David Friedrich, dem dazu nicht viel mehr einfällt, als ein bedröppeltes Gesicht aufzusetzen. Dabei hatte Matthias Mangiapane erst am Vortag demonstriert, dass mit dem eigenen Rauswurf die Show noch nicht vorbei sein muss. Für die Finalisten Tina York, Jenny Frankhauser und Daniele Negroni hier schon mal die Kurz-Anleitung.

Schritt eins: Die Entscheidung des Publikums annehmen, ohne sich selbst klein zu machen. Dabei hilfreich sind folgende Formulierungen: "Für mich bin ich der Sieger", "mega stolz", "mega glücklich", "Ich bin mit mir komplett zufrieden und im Reinen". Schritt zwei: Demut zeigen. Matthias sagte beispielsweise: "Ich muss mich bedanken, dass so wenige für mich angerufen haben - ich freu' mich dermaßen." Schritt drei: Im Hotel Versace ein anrührendes Wiedersehen mit den Liebsten feiern. Matthias profitierte dabei von seinem Lebensgefährten Hubert, der ihn mit den Worten begrüßte: "Wollen wir 'n Gläschen Champagner trinken gehen?"

Und die Dschungelprüfung? Ist hochsymbolisch. Nachdem die Camper ihren privaten Schmutz nur sehr zögerlich am Lagerfeuer ausgekippt haben (von Tatjana "Quoten-Queen " Gsell einmal abgesehen) und sich auch gegenseitig nicht groß mit Dreck bewarfen (Harmonie - das RTL-Unwort jedes Jahres), übernimmt das nun die Redaktion. Strafe muss sein.

Jenny Frankhausers Aufgabe in der Dschungelprüfung: Sie muss Mitcamper David Friedrich Abfälle aller Art über dessen Astralkörper kippen. Tier-Organe, Fisch-Reste, Kompostiertes. Sieht eklig aus, hört sich beim Aufprall auf Davids schmal gewordenen Schultern fies an, und riecht ... Nun ja, sagen wir es mit den Worten von David: "Wenn der Zuschauer jetzt riechen könnte, wie wir riechen, würde er die Chips-Tüte zur Seite legen und zur Toilette rennen." Ergebnis: zwei Sterne und zwei bestialisch stinkende Camper. Aus Sicht von RTL - Sieg auf ganzer Linie.

Satz für die TV-Annalen: "Vielleicht sollte sie noch mal alle Gurken im Glas sortieren, bevor sie den Mund aufmacht." (Matthias Mangiapane, als er nach seinem Auszug erfährt, dass die Mutter von Mitcamperin Jenny Frankhauser öffentlich über ihn gelästert hat.)

Moral der Geschichte? Manchmal schlägt man im Leben alle Warnungen in den Wind. Begibt sich auf den falschen Weg. Lässt sich verschaukeln. Und hat Spaß dabei. Das Dschungelcamp ist (in guten Jahren) so ein Fall. In diesem Sinne hat der folgende Dialog zwischen Tina York und Daniele Negroni beinahe etwas Parabelhaftes:

Daniele: "Darf ich fragen, wie alt du bist, Tina?"

Tina: "Ich lüge immer, wenn ich mein Alter sagen muss."

Daniele: "Dann lüg' mal."

Tina: "59."

Daniele: "War das gelogen?"

Tina: "Ja."

"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" TV-Kritiken zum Dschungelcamp 2018