Untersuchungsausschuss zum RBB-Skandal:„Mensch, warum lädt Frau Schlesinger uns ein?“

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RBB-Intendantin Patricia Schlesinger im Dezember 2021 in ihrem Büro, ein halbes Jahr bevor der Skandal ins Rollen kam. (Foto: Britta Pedersen/dpa)

Wie der Rechnungshof-Chef von Brandenburg beim RBB plötzlich misstrauisch wurde – und warum die ARD dringend eine völlig neue Aufsicht braucht.

Von Claudia Tieschky

Die einzige amüsante Passage in dem sensationell genauen 1026-Seiten-Bericht des Brandenburger Untersuchungsausschusses zum RBB steht auf Seite 725. Dort schildert der Zeuge Christoph Weiser, Präsident des Landesrechnungshofes Brandenburg, wie er gemeinsam mit der Präsidentin des Rechnungshofes von Berlin im April 2022 auf Wunsch des RBB mit der damaligen Intendantin Patricia Schlesinger zusammentraf. Anwesend war dabei dann überraschenderweise auch gleich die Führungsriege des RBB. Die Leute vom Sender wollten den Rechnungshof-Chefs ihr geplantes Digitales Medienhaus (DMH) schmackhaft machen. Das DMH gehört zu den Kernpunkten, mit denen sich der Untersuchungsausschuss beschäftigt hat, genauer gesagt mit der Frage, wer in der Geschäftsführung und den Gremien wann von den völlig aus dem Ruder laufenden Kosten wusste – und hätte einschreiten können und müssen.

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