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Rabenvater-Vorwurf:Tom Cruise klagt auf 50 Millionen Dollar

Rabenvater oder Elternliebe: Tom Cruise setzt sich gegen die US-Zeitschrift "Life & Style" zur Wehr. Die Illustrierte hatte ein Foto seiner weinenden Tochter unter der Zeile "Verlassen von ihrem Papa" abgedruckt. Das könnte den Bauer-Verlag jetzt teuer zu stehen kommen.

Tom Cruise mit Tochter Suri

US-Schauspieler Tom Cruise mit seiner sechsjährigen Tochter Suri Criuse. "Tom ist ein fürsorglicher Vater, der Suri innig liebt", betont sein Anwalt.

(Foto: AFP)

"Suri in Tränen, verlassen von ihrem Papa": Unter dieser Überschrift hatte die US-Zeitschrift Life & Style im Juli ein Foto der weinenden Tochter von Tom Cruise veröffentlicht. Der "Mission: Impossible"-Darsteller fühlt sich durch die Titelgeschichte als Rabenvater diffamiert - und schlägt jetzt juristisch zurück.

Er habe vor dem Gericht von Los Angeles Klage eingereicht, bestätigte Cruises Anwalt. 50 Millionen Dollar, umgerechnet knapp 40 Millionen Euro, verlangt der Schauspieler demnach vom Bauer Verlag, zu dem die Life & Style gehört.

Auch verbal teilt Cruises Anwalt gegen die Herausgeber des Blattes aus. Sie seien "schmierige Hausierer", die für ihren "bösartigen Müll" Geld von arglosen Amerikanern nähmen. Cruise wolle kein Kapital aus der Klage schlagen, sondern nur seinen Ruf wahren, sagte sein Anwalt. Eine Verurteilung zu einer Entschädigung könne die "Serien-Verleumder" aber möglicherweise etwas in die Schranken weisen.

"Tom ist ein fürsorglicher Vater, der Suri innig liebt", betonte der Anwalt. "Sie ist und bleibt ein entscheidender Teil seines Lebens." Es sei eine bösartige Lüge zu behaupten, Cruise habe nach der Scheidung von Ehefrau Katie Holmes seine inzwischen sechsjährige Tochter Suri vernachlässigt. Dies auch noch in reißerischen Schlagzeilen zu tun, sei verwerflich.

In der beim Bezirksgericht von Los Angeles eingereichten Klage, die der Promi-Webseite TMZ in Kopie vorlag, heißt es demnach, der Bericht im Inneren der Juli-Ausgabe greife die auf der Titelseite gemachte Behauptung von der angeblich verlassenen Suri nicht mehr auf. Stattdessen sei in dem Artikel davon die Rede, dass Suri auf dem Foto geweint habe, weil sie einen Hundewelpen nicht aus einer Tierhandlung mit nach Hause nehmen durfte.

Der Bauer-Verlag äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

© Süddeutsche.de/AFP/dapd/vks/ihe

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