Es gibt ein Zitat des Philosophen Jean-Jacques Rousseau, das häufig missverstanden wird, nämlich „Wo alles gut ist, gibt es nichts Ungerechtes“. Gerne wird damit angedeutet, dass eine Situation, mit der jeder zufrieden ist, auch gerecht sein muss. Aber das hat Rousseau mit diesem Satz aus seinem Buch „Emile oder über die Erziehung“ eben nicht gemeint. Das passte auch gar nicht zum Moralverständnis des Philosophen. Vielmehr ging es ihm darum, wie eng Güte und Gerechtigkeit miteinander verknüpft sind. Und dass eine Handlung, die aus reiner Güte heraus entstanden ist, nicht als ungerecht bezeichnet werden könne.
„Polizeiruf 110“ aus MünchenDas Recht des Stärkeren
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Der „Polizeiruf“ aus München stellt das Moralempfinden der Ermittler auf die Probe. Und das der Zuschauer gleich mit. Das ist sehenswert.
Von Ann-Marlen Hoolt
